Auf jüdischen Spuren durch die Stadt

Öffentlicher Rundgang am kommenden Sonntag

Das Israel-Jacobson-Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte (IJN) lädt Interessierte am kommenden Sonntag, 28. August, zum öffentlichen Rundgang „Auf jüdischen Spuren durch Seesen“ ein.

Los geht es um 14 Uhr im Seesener Jacobson-Haus. Erik Homann, Bürgermeister der Stadt und IJN-Vizepräsident begrüßt die Teilnehmer des Rundgangs und stellt im Namen des Netzwerks die neue Regionskarte „Jüdische Orte zwischen Harz und Heide“ vor. Die kostenlos erhältliche Karte gibt erstmals einen kompakten Überblick über rund 50 Orte und Erinnerungsstätten jüdischer Kultur und Geschichte und regt dazu an, die Region unter einem neuen Blickwinkel zu entdecken. Einige der darin markierten Orte lernen die Interessenten im Anschluss auf einem etwa anderthalbstündigen Spaziergang mit Dr. Joachim Frassl kennen. Treffpunkt ist am Sonntag, 28. August, um 14 Uhr am Jacobson-Haus, Jacobsonplatz 1, 38723 Seesen. Interessierte sind herzlich eingeladen, der Rundgang ist kostenfrei.
Joachim Frassl ist Gründungsmitglied des IJN. Auf dem Spaziergang durch die Stadt führt der Kenner der jüdischen Geschichte Seesens unter anderem zum Standort der Synagoge. Die Geschichte der jüdischen Reformbewegung, die mit der Gründung der Seesener Jacobsonschule im Jahr 1801 einen ihrer Ausgangspunkte hatte, erzählt Frassl an diesem und weiteren Orten jüdischen Lebens in der Stadt. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Besichtigung des Städtischen Museums mit seiner jüdischen Abteilung.
Mit dem Rundgang bietet das Israel-Jacobson-Netzwerk erstmals eine öffentliche Führung an. Ein Ziel ist es, damit auf das bedeutende jüdische Erbe der Region aufmerksam zu machen. Im Oktober findet der zweite Rundgang zum Tessenow-Haus in Steinhorst, Landkreis Gifhorn statt. Weitere Informationen unter info@ij-n.de. Dort kann auch die Karte „Jüdische Orte zwischen Harz und Heide“ kostenlos bestellt werden.