Auf Schnäppchenjagd

Zahlreiche Kleidungsstücke wechselten im katholischen Pfarrheim den Besitzer.

Kinderkleiderbasar im katholischen Pfarrheim lockte zahlreiche Besucher an / Ein Teil der Einnahmen wird gespendet

Was vor 22 Jahren mit einer spontanen Idee begann, hat sich über die Zeit zum Selbstläufer entwickelt – die Rede ist vom Kinderkleiderbasar.

Organisiert wird er von Anfang an vom Familienkreis der katholischen Pfarrgemeinde Seesen. Im Frühjahr und Herbst können sich Schnäppchenjäger hier umsehen. Am Sonntag war es wieder so weit. Gebrauchte Kinderkleidung ab Größe 56 und Spielzeug wurden angeboten. Zahlreiche Dinge wechselten an diesem Tag den Besitzer. Sehr zur Freude der Organisatoren. 
Besonders ist der Basar, denn feilschen um den besten Preis gibt es hier nicht. Stattdessen bringt jeder Verkäufer im Vorfeld seine Preisvorstellung und seine Nummer gut sichtbar an. Maximal 40 Kleidungsstücke, drei Paar Schuhe und Spielzeug in Maßen dürfen abgegeben werden. „Damit der Aufwand für uns überschaubar bleibt”, sagt Christine Rösser vom Organisationsteam. Denn alle Kleidungsstücke werden von den zehn Helfern vorsortiert.
Damit die Besucher wissen, was sie beispielsweise für den Strampler zahlen müssen, bringt jeder Verkäufer zuvor einen kleinen Zettel auf den Dingen an. Teilnehmernummer, kurze Artikelbeschreibung, Größe und Preisvorstellung sind darauf zu finden. Für die Besucher eine gute Orientierung. 
Sind T-Shirt, Hose oder Brettspiel gefunden, wird an der Kasse abgerechnet. Dafür wird die vom Verkäufer angebrachte Nummer für die spätere Abrechnung abgenommen. Zugleich können die Besucher noch etwas Gutes tun. Denn der Familienkreis zahlt an die Verkäufer nicht den kompletten Erlös aus. „15 Prozent werden für ein soziales Projekt der Stadt Seesen gespendet”, sagt Christine Rösser.
Für alle Schwangere hatte der Familienkreis wieder ein spezielles Angebot. Sie konnten sich bereits eine halbe Stunde vor der eigentlichen Eröffnung in aller Ruhe umsehen. „So viele wie nie nutzten das Angebot”, freut sich Christine Rösser. Hier hatten sie voll ins Schwarze getroffen.
Dreieinhalb Stunden hatten die Basarbesucher Zeit, um im  Pfarrheim so manches Schnäppchen zu ergattern. „Schau, dieses schöne T-Shirt habe ich für zwei Euro bekommen”, sagte eine Mutter am Ausgang zu einer Bekannten. „Ich werde auch gleich einmal schauen, was sich finden lässt”, entgegnete sie ihr.  
Nach dem Basar hatten die Organisatoren noch alle Hände voll zu tun. 90 Minuten gingen noch einmal für Abrechnung und Rücksortierung drauf. Die Verkäufer konnten sich Geld und Ware noch am gleichen Tag abholen. Alle freuen sich auf den Herbstbasar im Oktober.