Aufbruch zu neuen Ufern

Am Sonnabend hatte die neue Propstei Gandersheim-Seesen zu einem Fusionsgottesdienst in der Stiftskirche Bad Gandersheim eingeladen. Die Predigt hielt Landesbischof Dr. Christoph Meyns.

Zwei Propsteien begehen eine Fusion: Festgottesdienst mit Landesbischof Dr. Christoph Meyns

Statt wie bisher 13 gibt es seit dem 1. Januar dieses Jahres in der Landeskirche Braunschweig nur noch zwölf Propsteien. Die Propsteien Bad Gandersheim und Seesen haben sich bekanntlich zu einer gemeinsamen Propstei zusammengeschlossen. Am Sonnabend hatte die neue Propstei Gandersheim-Seesen zu einem Fusionsgottesdienst in der Stiftskirche Bad Gandersheim eingeladen. Die Predigt hielt Landesbischof Dr. Christoph Meyns.
In seiner Predigt wies der Landesbischof der Landeskirche Braunschweig, Dr. Christoph Meyns, auf die Bedeutung der Verschmelzung hin: „Dieser Tag ist von historischer Bedeutung, weil eine neue Propstei entstanden ist.” Auslöser der Fusion sei auch der Verlust an Gemeindemitgliedern in den letzten Jahrzehnten gewesen. Darauf habe die Kirche reagieren müssen, „denn alles ist im fließend”, so der Bischof in seiner knapp zehnminütigen Predigt. Eingangs seiner Worte hatte er den Haupt- und Ehrenamtlichen für ihr Engagement in den Gemeinden gedankt.
Bis zum Jahre 2020 verliert die Propstei Bad Gandersheim knapp acht Prozent ihrer Mitglieder, in Seesen sind es satte zwölf Prozent. Der „Beobachter“ hatte bereits über diese Fakten berichtet.
Die Prognosen sind nahezu ausschließlich durch die demografische Entwicklung bedingt, und nicht etwa durch Kirchenaustritte, was Propst Thomas Gleicher bereits in der Vergangenheit betonte. „Kirchenprobleme bereiten uns nicht so sehr Kopfzerbrechen“, berichtete er.
Nach dem Einzug der Priesterschaft machte Seesens Propst Thomas Gleicher darauf aufmerksam, dass nicht alle Pastoren dabei sein könnten. Sie sind Opfer der grassierenden Grippewelle. „Eigentlich sind wir mehr als hier heute sein können.”

Erik Homann: „Man könnte von Bad Seesen sprechen!”
Aufmerksame Zuhöhrer waren die Spitzen der beiden Kommunen, Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz und Seesens Bürgermeister Erik Homann. Beide gratulierten im Anschluss und sprachen von einer gelungenen Fusion. Erik Homann ließ in seinem Grußwort durchblicken, dass er die positiven Aspekte, aber auch die Schwierigkeiten von Fusionen kenne, wenn auch eher von politischer Ebene. Eine Verschmelzung Bad Gandersheims und Seesens würde da auch die Frage nach einer neuen Begrifflichkeit mit sich bringen. Nicht ganz ernst gesprochen schlug er den Namen „Bad Seesen” vor, was im festlichen Rahmen des Fusionsgottesdienstes Heiterkeit hervorrief.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe vom 6. Februar 2017.