Aufregung in Münchehof: Flüchtiger Mann festgenommen

21-jähriger war nicht ins Gefängnis zurückgekehrt

Für einige Unruhe sorgte am heutigen Freitagmorgen eine plötzliche Rundfunkdurchsage auf Radio Niedersachsen. Ein Strafgefangener sei auf der Flucht, halte sich im Raum Münchehof auf und Autofahrer wurden gebeten, auf keinen Fall etwaige Anhalter mitzunehmen. Auf Nachfrage bei der Polizei Seesen klärte der Leiter für Streifen- und Einsatzdienst, Lothar Niemann, den Vorfall auf. Ein 21-jähriger Seesener, der derzeit eine Haftstrafe in der Jugendstrafanstalt Hameln-Tündern im offenen Vollzug abbüßt, sei nach seinem Freigang nicht wieder zurückgekehrt. Dementsprechend habe man den jungen Mann, der übrigens wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes verurteilt wurde, in seiner Heimat in Seesen und Umgebung gesucht. Angetroffen und von der Polizei festgenommenwurde der Heranwachsende schließlich gegen 10 Uhr in Lutter. Lothar Niemann fügte hinzu, dass zu keiner Zeit eine akute Gefahr von dem Mann ausgegangen wäre. Warum im Radio eine Warnmeldung ausgegeben wurde, wisse er nicht. Und auch zu dem Urteil des sexuellen Missbrauchs war es Niemann wichtig, zu erklären, dass es sich bei der Tat um einen einvernehmlichen Beischlaf mit einer Minderjährigen gehandelt habe. Richtig skurill wurde es dann heute Nachmittag, als sich eine besorgte Mutter in der Redaktion meldete, und wissen wollte, ob es stimmt, dass in Münchehof angeblich ein Mörder ausgebrochen sei beziehungsweise frei herumläuft. So schnell entstehen Gerüchte...