Auto rückwärts von A7 geschoben

Riesenglück bei Verkehrsunfall auf der Autobahn mit Unfallflucht unter Alkoholeinfluss

Am Sonntagmorgen ereignete sich auf der Autobahn A7 bei der Anschlussstelle Drispenstedt ein Verkehrsunfall, der durch sehr großes Glück glimpflich ausgegangen ist. Ein 24-jähriger Autofahrer aus Brieselang befuhr dabei mit einem Beifahrer nach Lage der vorgefundenen Spuren die Autobahnauffahrt Drispenstedt aus Richtung Hildesheim kommend in Richtung Kassel.
Kurz vor dem Erreichen der Beschleunigungsspur auf der Autobahn kam das Fahrzeug ins Schleudern, gelangte sofort auf die Fahrbahn der BAB, schleuderte über alle drei Fahrstreifen und stieß gegen die Mittelschutzplanke. Von dort schleuderte das Fahrzeug zurück wieder über alle drei Fahrstreifen und stieß gegen die rechte Außenschutzplanke, wo das Auto dann nach etwa 200 Metern am Ende des Beschleunigungsstreifens stark beschädigt zum Stehen kam.
Als ob das Glück, dass es hierbei nicht zu einer Kollision mit einem auf der BAB fahrenden Fahrzeug gekommen ist, nicht schon genug ausgereitzt worden ist, schoben die beiden Fahrzeuginsassen das nicht mehr selbständig fahrbereite Fahrzeug entgegengesetzt zur Fahrtrichtung auf dem Beschleunigungsstreifen über mehrere Hundert Meter zurück, schoben es sogar noch die Autobahn-Auffahrt herunter auf die Bundesstraße 494 und stellen es auf einem Feldweg im Bereich der Straßenmeisterei ab. Ohne die Polizei zu verständigen, setzten sie sich neben ihr Fahrzeug, was anderen Verkehrsteilnehmern gegen 6 Uhr auffällt und veranlasst, den stark beschädigten Wagen mit den daneben sitzenden Personen der Polizei zu melden.
Beim Eintreffen der Streifenbesatzung kommen die Beamten nach Ermittlung des Unfallherganges und Verlaufs nicht mehr aus dem Staunen heraus, dass bei der waghalsigen und unverantwortlichen Aktion keine unbeteiligten Fahrzeuge involviert wurden. Bei der Sachverhaltsaufnahme wurde beim 24-jährigen Fahrer Alkoholeinwirkung festgestellt und ein Atemtest ergab einen Wert von 1,71 Promille. Da der Mann mit den Maßnahmen der Polizei nicht einverstanden war, wurde ihm nach einer richterlichen Anordnung eine Blutprobe entnommen. Der Führerschein des Fahrers wurde beschlagnahmt. Der genaue Unfallzeitpunkt steht nicht fest, da sich der Mann dazu nicht einlässt und sich bisher keine Autofahrer mit entsprechenden Beobachtungen gemeldet haben.
Eventuelle Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Hildesheim unter der Telefonnummer (05121) 939115 zu melden.