Band 2 der Harz-Geschichte ist jetzt erschienen

„Wachwechsel“ im Schiedsmannbezirk Lutter am Barenberge: Im Rahmen einer Feierstunde im Rathaussaal wurde der langjährige Schiedsmann Günther Tiedemann (Vierter von rechts) vom Leiter des Amtsgerichtes Seesen, Rolf Stratmann, und von der Spitze der SG Lutter verabschiedet. Die Nachfolge tritt der pensionierte Lutteraner Bankkaufmann Robert Willers (Vierter von links) an. Mehr dazu in der morgigen Ausgabe des „Beobachter“.

Nach der geologischen und vorgeschichtlichen Epoche stehen nun das Früh- und Hochmittelalter im Fokus

Im ersten Band der Harz-Geschichte hatte Autor Bernd Sternal von einem unvorstellbar langen Zeitraum berichtet – etwa 500 Millionen Jahre. Aus der geologischen und vorgeschichtlichen Zeit sind keine schriftlichen Informationen aus der Region überliefert.
In den geschichtlichen Zeitabschnitten, die in dem jetzt vorliegenden zweiten Band behandelt werden, nehmen die schriftlichen Quellen langsam zu. Zunächst, im Frühmittelalter, stammen sie noch von den merowingischen und karolingischen Franken. Seit der Übertragung der Königswürde auf die liudolfingischen Sachsen nahm die Quellendichte bis zum ausgehenden Hochmittelalter auch für die Harzregion stetig zu. „Allerdings ist sie noch so gering, dass viele Datierungen schwerfallen“, sagt Autor Bernd Sternal.
Das Mittelalter in der Harzregion ist auch die Zeit der ottonischen und salischen Könige und Kaiser. Es ist die Zeit, in der die Harzregion das Zentrum des jungen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation war und es ist auch die Zeit, als der Bergbau sich zum prägenden Wirtschaftsfaktor der Region zu entwickeln begann.
Um dem „Königstross“ den gebührenden Komfort zu schaffen und den ungarischen und slawischen Feinden auf Augenhöhe entgegentreten zu können, wurden zahlreiche Königspfalzen, Jagdhöfe und Reichsburgen erbaut. Erstmalig wurden diese Befestigungsanlagen aus Stein errichtet, was auch auf die Gotteshäuser zutrifft. Die königlichen Verwaltungsbeamten begannen, das ihnen übertragene Lehen als Erbe zu betrachten und an ihre Nachkommen weiterzugeben. Diese Ritter, Grafen und Herzöge eigneten sich zunehmend Königsgut an, trugen so zu einer Zersplitterung und vor allem zu einem enormen Machtverlust des Königshauses bei.
Über die Personen, Ereignisse und gesellschaftlichen Entwicklungen jener Zeit des Mittelalters bis zum Beginn des Spätmittelalters um das Jahr 1250, wird in diesem Buch berichtet. Außerdem gibt es im Anhang ein umfangreiches Verzeichnis von Wüstungen der Harzregion sowie ein fast lückenloses Verzeichnis von Jahresereignissen der Jahre 700 bis 1250.
Gestaltet und herausgegeben hat dieses Buch der Verlag Sternal Media in Gernrode. Das Buch ist in zwei Ausführungen erhältlich. Die gebundene Ausgabe mit strukturiertem Hardcovereinband hat 172 Seiten sowie elf Übersichtskarten, sieben Schwarz-Weiß- und 5 farbige Abbildungen und kostet 29,99 Euro. Die ISBN lautet 978-3-8482-1339-9. Die Paperback-Ausgabe (ISBN: 978-3-8482-0746-6) kostet 16,99 Euro.
Außerdem ist auch der er­folg­reiche Band 1 der „Harz-Geschichte“ ab sofort als preiswerte Paperback-Ausgabe zu haben (ISBN: 978-3-8482-0263-8). Es hat 144 Seiten, 59 Abbildungen und kostet 16,99 Euro.