Bau-Workshop fesselte Kinder, Eltern und Lehrer gleichermaßen

Physiker Andreas Oberbeck gibt Tipps zum Aufbau der Experimentierstationen.

"Experimenta - Physik zum Anfassen". Grundschule am Schildberg baute acht neue Experimentierstationen in Eigenregie - Elternförderverein sorgte für das leibliche Wohl. Ergebnisse können sich sehen lassen.

Im Rahmen des Experimenta-Schulprojektes an der Grundschule am Schildberg konnten am vergangenen Samstag Eltern, Schüler und Lehrer neue Experimentierstationen aufbauen. Unter fachkundiger Anleitung des Physikers Andreas Oberbeck ging es im Werkraum der Grundschule eifrig ans Werkeln. Seit gut 2 Jahren werden bereits Experimentierstationen gebaut, die insbesondere die Betreuungsstunden, Regenpausen und Unterricht bereichern. „Hier ist anfassen erwünscht“, so Schulleiterin Martina Starke gegenüber dem Beobachter. Physik anfassen, selbst ausprobieren, begreifen und verstehen fördert den Forscherdrang der Grundschüler und hilft insbesondere den Kindern im Grundschulalter elementare Erfahrungen mit den Phänomenen der Physik zu sammeln. Mit den neu hergestellten Stationen verfügt die Grundschule nun über 28 „Versuchsaufbauten“ im Bestand.

Die Alltagswelt steckt voller physikalischer Phänomene. Diese in einer sehr komplexen, technischen Welt zu entdecken und auch richtig zu deuten, ist äußert schwierig. „Auch Erwachsene haben oft Probleme, auf Fragen hierzu die richtigen Antworten zu finden“, erklärt Andreas Oberbeck, der federführend bei der Herstellung der Experimentierstation war. Spenden ermöglichten die Beschaffung des Materials, so dass in dem Bau-Workshop, fleißige Eltern mit ihren schleif- und lackier begeisterten Kindern ans Werk gehen konnte. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Etliche sehr stabile Basisschränke für die Versuchsaufbauten wurden fertiggestellt. Es entstanden unter anderem Versuche zur Tonerzeugung, zu Magnetismus und zu Schwingungen. Der neue Folienspiegel begeisterte nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen posierten vor dem „dick, dünn, lang, kurz – mach“ Spiegel. Die Experimente sind den Grundschülern ab sofort in der Schule frei zugänglich und schon am Samstag wurde fleißig „entdeckt und experimentiert“. Jedes dieser Experimente lenkt durch einen einfachen, überschaubaren Aufbau den Forscherdrang der Kinder gezielt auf einzelne Phänomene. Das Sammeln von eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen steht im Vordergrund. Ein Vorteil gegenüber dem Besuch eines Technikmuseums besteht in der freien Zugänglichkeit in der Schule. Die Experimente sind ständig zugänglich und so können die Eindrücke und Erkenntnisse durch Wiederholungen wesentlich gefestigt werden.

Zeit und Engagement, da waren sich alle Beteiligten einig, haben sich mal wieder gelohnt. Der Elternförderverein der Grundschule am Schildberg hat die großen – und kleinen Handwerker während des Work-Shops bestens versorgt.

Weitere Bilder finden Sie bei uns im Internet unter www.beobachter-online.de.