Bei Schlaganfallbehandlung bestens aufgestellt

Sie diskutierten über die Neurologische Versorgung in Südniedersachsen und die Problematik bei der Schnittstelle zwischen der Akutbehandlung und der Reha (von links): Ulrich Gnauck, Professor Dr. Jan R. Ortlepp, Dr. Jürgen Peter, Petra Emmerich-Kopatsch, Professor Dr. Manfred Holzgraefe, Stefan Menzel und Landrat Stephan Manke

Neurologische Versorgung in Südniedersachsen thematisiert / Weitere Gespräche sollen zeitnah folgen

Die Situation der neurologischen Versorgung in Südniedersachsen war am vergangenen Freitag Thema in den Asklepios Kliniken Schildautal. Auf Initiative von MdL Petra Emmerich-Kopatsch und Ulrich Gnauck, Regionalgeschäftsführer der Asklepios Kliniken, war Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen, nach Seesen gekommen um sich ein Bild von der Leis­tungsfähigkeit der Klinik am Beispiel der Schlaganfallbehandlung zu machen.
Gemeinsam mit Professor Dr. Manfred Holzgraefe, Ärztlicher Leiter der neurologischen Rehabilitationsklinik und Chefarzt der neurologischen Frührehabilitation, Professor Dr. Jan R. Ortlepp, Ärztlicher Direktor der Akutkliniken, Stefan Menzel, Geschäftsführer der Asklepios Kliniken Schildautal, Ulrich Gnauck, Petra Emmerich-Kopatsch und Goslars Landrat Stephan Manke diskutierte Dr. Peter vor allem die Probleme der neurologischen Rehabilitation.
Beeindruckt zeigte sich der Vorstandsvorsitzende der AOK Niedersachsen vom interdisziplinären Zusammenspiel der verschiedenen Kliniken und Diagnostiken am Standort Seesen. Die Behandlung eines Schlaganfallpatienten erfolgt in Seesen umfassend. Das heißt, dass der Patient von der Notaufnahme bis zur Rehabilitation alle notwendigen Behandlungen und Maßnahmen unter einem Dach erfährt.
Kernstück bei der Behandlung eines Schlaganfallpatienten am Standort Seesen ist die zertifizierte Stroke-Unit, eine Spezialstation, auf der unverzüglich nach der Einlieferung alle erforderlichen Diagnostiken zur Unterscheidung der verschiedenen Schlaganfallformen durchgeführt werden. Im Anschluss an die Akutbehandlung erfolgt die Weiterbehandlung in der hauseigenen Rehabilitationseinrichtung.
Diese Schnittstelle, zwischen der Akut- und Rehabehandlung, soll in weiteren Gesprächen noch eingehender analysiert werden. Ziel der weiteren Gespräche soll nach Möglichkeit eine abgestimmte inhaltliche Qualitätsstruktur sein, die definiert, welche Leis­tungen im Rahmen einer umfassenden Schlaganfallbehandlung erbracht werden müssen.
Stefan Menzel und Professor Dr. Manfred Holzgraefe zeigten sich nach der rund dreistündigen Diskussion mit Dr. Jürgen Peter zufrieden. Beide sagten, dass es ein gutes Zeichen ist, dass sich der Vorstandsvorsitzende der AOK Niedersachsen vor Ort ein Bild vom Stand der Versorgung gemacht hat. Ferner zeigten sie sich zuversichlich, dass die enge Zusammenarbeit mit der AOK langfristig die gewünschten Ziele erreichen wird.