Bessere Ausbildung für Feuerwehren

Rudolf Götz (CDU).

MdL Rudolf Götz (CDU): „Rot-Grün ignoriert Probleme bei Niedersachsens Brandschützern“

Als eine „verpasste Gelegenheit, die Arbeit der Feuerwehr anzuerkennen“ wertet der CDU-Landtagsabgeordnete Rudolf Götz die Antwort der Landesregierung auf die CDU-Anfrage „Wie steht es um die Feuerwehr in Niedersachsen?“ „Fehlende Lehrgänge, Investitionsstau und mangelnde Konzepte zur Integration – all diese Probleme bleiben unter Rot-Grün unangetastet“, sagt Götz.

Obwohl die Stimmung bei vielen Feuerwehrleuten angespannt sei, fehle es nach wie vor an einem angemessenen Konzept zum Ausbau der Lehrgangskapazitäten an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK), so der Abgeordnete weiter. Nach Auskunft der Landesregierung fehlten vor allem wichtige Fortbildungen für Führungskräfte: Derzeit sind rund 2.400 Feuerwehrleute als Gruppen- oder Zugführer eingesetzt, ohne die dafür nötigen Lehrgänge absolviert zu haben. „Im Klartext bedeutet das, dass nicht vollständig qualifiziertes Personal wichtige Entscheidungen im Einsatz treffen muss“, betont Rudolf Götz. „Das kann im Zweifelsfall zur Gefahr für alle eingesetzten Kräfte werden.“ Gleichzeitig seien rund 9.000 der qualifizierten Führungskräfte bereits über 50 Jahre alt, was die Ausbildung jüngerer Kameraden noch drängender mache, so der CDU-Landtagsabgeordnete.
Die beiden Anträge zur Verbesserung der Ausbildungssituation bei den Feuerwehren, die in der Landtagssitzung gemeinsam von allen Fraktionen beschlossen wurden, seien ein wichtiges Signal an die Feuerwehrleute. „Auf Druck der CDU sind die Fraktionen von SPD und Grünen jetzt bereit, 2020 als konkreten Termin für die Realisierung des ersten Bauabschnitts des Ausbildungs- und Trainingszentrums in Celle-Scheuen festzulegen.“ Ebenso sei nun eine Attraktivitätssteigerung für den Dienst der Ausbilder an der NABK vereinbart worden. Vor allem die schlechtere Bezahlung an der NABK, beispielsweise gegenüber Berufsfeuerwehren, sei der Grund für den Mangel an Lehrpersonal und damit für die fehlenden Lehrgangsplätze.
Rudolf Götz rief die Landesregierung dazu auf, die Attraktivität des Ehrenamtes in der Feuerwehr durch spezielle Anreize zu steigern: „Es müssen Möglichkeiten gefunden werden, Feuerwehrleute beispielsweise bei der Stellenbesetzung im öffentlichen Dienst besonders zu beachten. Engagierte Kameraden sind auch gute Mitarbeiter und eine Bereicherung für jedes Unternehmen. Wenn die Öffentliche Hand bei diesem Thema vorangeht, werden auch private Arbeitgeber folgen.“