Besserer Schutz für Feuersalamander im Kalten Tal bei Harzburg

Verstärkter Schutz für Feuersalamander. Foto: Schadach (Foto: Schadach)

Absperrmaßnahme bis zum 31. Oktober / Straßennutzer beteiligen sich am Projekt

Bad Harzburg (bo). Die Niedersächsischen Landesforsten und der Nationalpark Harz wollen die Feuersalamanderpopulation im Kalten Tal retten. Forstamt Clausthal und der Nationalpark Harz schließen im Einvernehmen mit den Anliegern eine Forststraße in der Hauptwanderzeit der Tiere, um die Salamander nicht zu gefährden.
Die Forststraße im Kalten Tal wird zum bis 31. Oktober zwischen 17 Uhr bis früh 9 Uhr für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt. Da die Erfahrungswerte gezeigt haben, dass die Hauptwanderaktivität der Salamander in den Abend- und Nachtstunden liegt, wird die Forststraße im Kalten Tal für den Fahrzeugverkehr nur in dieser Zeit gesperrt. Somit kann der gesamte Liefer- und Busverkehr ohne Einschränkungen fahren. Durch die zeitliche Ausdehnung soll gewährleistet werden, dass insbesondere in den Abendstunden der Waldkurpark im Kalten Tal störungsfreier genutzt werden kann. Die Sperrung erfolgt, ohne dass die Schranke geschlossen wird.
Beteiligte am Schutzprojekt sind alle Nutzer der Straße im Kalten Tal: die Nationalparkverwaltung Harz, die Nationalpark-Waldgaststätten Raben­klippe und Molkenhaus, die Sennhütte Bad Harzburg, die Harzwasserwerke GmbH, die KTW Bad Harzburg, die KVG Braunschweig, der Skyrope-Hochseilpark Bad Harzburg und der Märchenwald Bad Harzburg. Insbesondere diesen Partnern gilt ein großer Dank, dass sie sich erneut bereit erklärt haben, die Schutzbemühungen zu unterstützen.
Bereits im vergangenen Jahr war die Straße vom 12. April bis 31. Mai gesperrt. Es wurden in diesem Zeitraum nur drei überfahrene Feuersalamander auf der Forststraße im Kalten Tal gefunden. Für das Jahr 2011 einigten sich die Beteiligten auf weitere Schutzmaßnahmen. Der hangseitige Graben des Forstweges im Kalten Tal wurde bereits geräumt und die Durchlässe gespült.
Damit wird gewährleistet, dass ein Teil der Tiere bereits im Graben abgefangen wird und eventuell die vorhandenen Durchlässe zur Straßenquerung nutzt.
Die Beschilderung (Durchfahrverbotsschilder) wird in Abstimmung zwischen Nationalpark, Niedersächsischem Forstamt Clausthal und Landkreis Goslar überabeitet und konkretisiert.
Damit soll gewährleistet werden, dass die Sperrung besser wahrgenommen wird und einen unangreifbaren rechtlichen Status erhält, so dass Verstöße auch geahndet werden können.
Die Forststraße im Kalten Tal wird mindestens zweimal in der Woche durch die Ranger der Rangerstation Bad Harzburg auf wandernde und überfahrene Tiere kontrolliert.
Die Ergebnisse werden in einem Protokoll festgehalten, das am Ende der Maßnahme ausgewertet wird.