Bestürzung nach Unfalltod: Junge Frau (25) stirbt bei Frontalcrash

 

Schwerer Unfall mit drei Insassen am Harzhorn / Polo fährt ungebremnst gegen Baum und geht in Flammen auf

Eine 25-jährige Frau ist am Pfingstmontag bei einem schweren Unfall am Harzhorn auf der B 248 zwischen Oldenrode und Ildehausen ums Leben gekommen. Die Bad Gandersheimer war mit ihrem VW Polo am Nachmittag um 15.45 Uhr ungebremst gegen einen Baum geprallt und verstarb noch an der Unfallstelle. Die zwei weiteren Fahrzeuginsassen, zwei Männer aus Seesen und Harriehausen. verdanken den Ersthelfern vermutlich ihr Leben. Vor Eintreffen der Feuerwehr wurden durch Ersthelfer alle drei Personen aus dem brennenden Fahrzeug befreit und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte erstversorgt.
Die Ortsfeuerwehr Oldenrode und die Stützpunktfeuerwehr Echte aus dem Landkreis Northeim wurden um 15.56 Uhr zu dem Unfall auf der Bundesstraße 248 gerufen. Nach der digitalen Nachricht auf den Meldeempfängern sollten sich noch Personen im Fahrzeug befinden. Zeitgleich wurden aufgrund des Einganges von weiteren Notrufen in der Leitstelle Goslar die Schwerpunktfeuerwehr Seesen und die Ortsfeuerwehr Ildehausen alarmiert.
Bei Eintreffen am Bahnübergang Ildehausen im Landkreis Goslar wurde jedoch kein brennendes Fahrzeug festgestellt. Im weiteren Verlauf der B 248 konnten die Einsatzkräfte jedoch eine Rauchwolke ausmachen und setzten ihre Fahrt auf Sicht fort. Kurz nach der Landkreisgrenze brannte im Landkreis Northeim auf einer abschüssigen Strecke nahe des Harzhorn der im Seitenbankett stehende silberfarbene Polo in voller Ausdehnung.

Ersthelfer befreien Insassen aus brennendem VW Polo

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte aus Seesen unter Leitung von Thomas Kohlstedt waren die drei im Fahrzeug befindlichen jungen Menschen aus Bad Gandersheim, Harriehausen und Seesen bereits durch Ersthelfer aus dem brennenden Fahrzeug gerettet worden.
Die Ersthelfer hatten nach Aussage des Notarztes aus Seesen alle notwendigen Maßnahmen zur Rettung der drei Personen unter eigener Gefährdung durchgeführt und dazu beigetragen, dass zwei Fahrzeuginsassen noch am Leben gehalten werden konnten. Für die 25-jährige Fahrzeugführerin aus Bad Gandersheim kam jedoch jede Hilfe zu spät und sie verstarb noch an der Unfallstelle.
Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurden neben zwei Notarztteams, drei Rettungswagen, die Rettungshubschrauber Christoph 44 und Christoph 30 und der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes aus dem Landkreis Northeim zur Einsatzstelle beordert. Nach der ärztlichen Versorgung wurde ein Verletzter mit einem Rettungswagen dem Krankenhaus Northeim zugeführt und ein Verletzter mit dem Rettungshubschrauber Christoph 44 in die Uni-Klinik nach Göttingen geflogen. Der Rettungshubschrauber Christoph 30 aus Wolfenbüttel konnte einsatzbereit zum Standort zurück fliegen.

Fahrzeug prallt ungebremst gegen Straßenaum

Die Feuerwehr setzte zur Brandbekämpfung die Schnellangriffseinrichtung und ein Schaumrohr vom Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 aus Seesen ein. Nach dem Abtransport der Verletzten reinigten die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Fahrbahn von herum liegenden Trümmerteilen. Nach Aussage der Polizei ist davon auszugehen, dass die Fahrzeugführerin mit dem Fahrzeug auf den rechten Grünstreifen gekommen ist und anschließend gegen einen Baum geprallt ist. Das Fahrzeug fing anschließend Feuer.
Während des Einsatzes wurde die Bundesstraße 248 zwischen dem Bahnübergang Ildehausen und Oldenrode komplett gesperrt.
Zur Betreuung der Ersthelfer und der Angehörigen wurden ein Team der Notfallseelsorge und das Kriseninterventionsteam eingesetzt. Die Nachricht vom Tod der jungen Frau löste insbessondere in Harriehausen und Bad Gandersheim tiefe Betroffenheit hervor.
Die junge Frau hatte bis vor Kurzem in Harriehausen gewohnt, ihr 23-jähriger Freund, der sich nach „Beobachter“-Informationen Knochenbrüche zugezogen hat, stammt ebenfalls aus Harriehausen. Er ist außer Lebensgefar. Sehr schwer verletzt hat sich der dritte im Auto befindliche Mann aus Harriehausen. Der 24-Jährige hat Kopfverletzungen und zusätzlich innere Verletztungen erlitten. Er wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag operiert und schwebt nach aktuellen Erkenntnisse nicht mehr in Lebensgegfahr.