Beweggründe für Umsiedlung im Gespräch dargelegt

„Ich bin sehr froh darüber, dass die Teilnehmerinnen ganz persönliche Erfahrungen eingebracht haben,“ sagte die SPD-Bürgermeisterkandidatin nach dem Treffen mit den Spätaussiedlerinnen.

SPD-Bürgermeisterkandidatin Hanna Kopischke besuchte Frauengruppe der Spätaussiedlerinnen

Seesen (bo). In entspannter Atmosphäre fand jetzt ein Gedankenaustausch im Mietertreff in der Hochstraße statt. Die Integrationsbeauftragte der Stadt Seesen, Ludmilla Heilmann, hatte den Kontakt vermittelt und begrüßte neben der SPD-Bürgermeisterkandidatin Hanna Kopischke auch die Ratsfrau und Kreistagsabgeordnete Renate Krause. Hanna Kopischke berichtete zunächst, dass sie mit ihrer Familie 30 Jahre in Seesen wohnte und weiterhin einen sehr engen Kontakt hierher pflege. Allerdings sei sie der Auffassung gewesen, dass sie als Schulleiteran den Berufsbildenden Schulen Bad Harzburg / Clausthal-Zellerfeld mit großer Verantwortung für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte vor Ort gehöre. Deshalb sei sie vor neun Jahren nach Bad-Harzburg umgezogen. Es stehe aber fest, dass sie im Falle einer Wahl zur Bürgermeisterin wieder nach Seesen zurückkehren werde. Ist es wichtig, als Schulleiterin am Schulort präsent zu sein, so gilt das noch viel mehr bei einem Amt als Bürgermeisterin.
Anschließend stellte Hanna Kopischke der Frauengruppe die Schwerpunkte ihrer Arbeit als Bürgermeisterin vor. Dabei ging sie besonders auf Möglichkeiten ein, neue Arbeitsplätze zu schaffen und bestehende zu erhalten. Aber auch zur Frage von Ausbildung, Schule, Familie, Gesundheitsversorgung und einigem mehr konnte Hanna Kopischke aus ihrer langjährigen Berufspraxis und aus ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit sowie dem privaten Bereich viele Ideen und Beispiele nennen. Als Betriebswirtin und Leiterin einer großen Berufsschule ist sie mit den Interessen der unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen bestens vertraut.
Mit den Teilnehmerinnen ergab sich im Anschluss eine lebhafte Diskussion. Die Schilderungen der Frauen über ihre unterschiedlichen Lebenswege, der Beweggründe zur Umsiedlung, der Eingewöhnung in eine völlig neuen Umgebung sowie über den Umgang mit Behörden wurden von Hanna Kopischke und Renate Krause mit größtem Interesse aufgenommen. Der offene Gedankenaustausch war – so die Anwesenden – für alle Seiten interessant.
„Ich bin sehr froh darüber, dass die Teilnehmerinnen ganz persönliche Erfahrungen eingebracht haben,“ sagte die SPD-Bürgermeisterkandidatin. „Aber es war auch befriedigend zu hören, dass sich die anwesenden Frauen in Deutschland und hier in Seesen zu Hause fühlen. Die zu bestimmten Bereichen geäußerten Kritikpunkte und Anregungen habe ich aufgenommen. Ich werde sie bestmöglich bei allen meinen Planungen berücksichtigen und mich dafür einsetzen, die Mängel zu beseitigen.“