Blockflöten sind ein zu Unrecht unterschätztes Instrument

60 Musiker entlockten den Blockflöten wundervolle Klänge. (Foto: bo)

Über 60 Musiker wirken beim Blockflötentag der Probstei Seesen in der St. Andreas-Kirche mit

Seesen (CS). Am vergangenen Sonnabend füllte sich bereits um kurz vor 14 Uhr das Kirchenzentrum mit etwa 60 hochmotivierten Blockflötenspielern und –spielerinnen. Kaum, dass Propst Gleicher die Musiker begrüßt und den durchführenden Leiterinnen Claudia Schaare und Gabriele Tegtmeier für ihr Engagement sowie Propsteikantor Pasemann für seine Unterstützung gedankt hatte, begann die musikalische Arbeit.
Die Blockflöte gilt oft als Anfängerinstrument, mit dem die ersten musikalischen Schritte unternommen werden, bevor man ein ‚richtiges’ Instrument erlernt. Dass dieses Instrument jedoch für jedes Alter interessant ist, zeigte die Teilnehmergruppe, deren Altersspanne von etwa acht bis siebzig Jahren ging. Vertreten war das gesamte Blockflötenquartett, so dass sehr schnell ein runder Klang den Probenraum erfüllte. Ruhige Klänge, aber auch lebhafte Rhythmen wurden Instrumenten und Spielern abverlangt.
Neben der Arbeit im großen Ensemble und in kleinen Arbeitsgruppen gab es zur Stärkung eine große Kaffee-und-Kuchen-Pause, die den Teilnehmern Gelegenheit zu angeregten Gesprächen und zum „Frische-Luft-schnappen“ bot. Nach einer kurzen Generalprobe in der St.-Andreas-Kirche begann die abschließende Abendandacht.
Der gesamte Altarraum war gefüllt von Blockflötenspielern mit ihren Notenständern und Instrumenten – ein durchaus beeindruckender Anblick. Zwar haben die Blockflöten nicht den strahlenden Glanz wie die Vertreter der blechblasenden Zunft, aber der musikalische Glanz wird sicher oft noch zu Unrecht unterschätzt.
Propst Gleicher gestaltete die Andacht mit der Lesung mehrerer Psalmen, der ältesten bekannten Lieder, auch wenn deren Melodien nicht überliefert sind, und befasste sich auch in einer kurzen Besinnung mit der „Macht der Musik“. Die Teilnehmer des Blockflötentages präsentierten etwa ein Dutzend der am Nachmittag einstudierten Musikstücke, die mit kleinen Orff-Instrumenten und rhythmischen Klatschelementen verstärkt wurden. Auch die Begleitung des Gemeindegesanges übernahmen die Flöten mit einfachen Begleitsätzen und kunstvollen Zwischenspielen.
Den Teilnehmern hat der Nachmittag viel Spaß gemacht, obwohl oder aber auch weil manche Herausforderung zu bewältigen war. Claudia Schaare zeigte sich jedenfalls von der Gruppe sehr beeindruckt: „Es ist erstaunlich, mit welchem Ehrgeiz und welcher Konzentration hier mitgearbeitet wurde! Die Teilnehmer haben richtig gut ihr Können gezeigt.“ Propst Gleicher sprach am Ende der Andacht sein Fazit der Veranstaltung aus, indem er den Beteiligten ‚Auf Wiedersehen“ sagte: „Auf Wiedersehen im kommenden Jahr, wenn es hoffentlich den nächsten Propsteiblockflötentag in Seesen geben wird.“