Blutkrebs-Rückfall bei 22-jähriger Selam

Registrierungsaktion für Stammzell-Spender startet am 4. Dezember in Göttingen

Die 22-jährige Selam aus Eritrea kämpft gegen den Blutkrebs. Eine Stammzellspende ist ihre einzige Überlebenschance. Um ihr und anderen Menschen zu helfen, gibt es am Freitag, 4. Dezember, in Göttingen eine Registrierungsaktion für Spender.
Selam werde mit den Stammzellen der eigenen Mutter transplantiert, weil kein passender Spender gefunden worden sei, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Viele andere Patienten weltweit hätten diese Chance nicht und warteten dringend auf einen passenden Spender. Um Selam und allen Patienten zu helfen, organisierten der Verein Kinderkrebshilfe Eritrea und Selams Freunde gemeinsam mit der DKMS die Registrierungsaktion. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, dürfe sich als Spender registrieren lassen. Jeder könne Geld spenden, um die Registrierungen finanziell zu ermöglichen.

Behandlungskosten mit Spenden finanziert
Selam kam aufgrund ihrer Erkrankung vor zweieinhalb Jahren nach Göttingen. Die Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen setzte sich damals für die junge Frau ein, weil es in ihrer Heimat keine Behandlungsmöglichkeiten gab. Die Behandlungskosten wurden über Spenden aufgebracht.
Nach langen Krankenhausaufenthalten und Chemotherapien habe sich Selam zunächst erholt, so die DKMS. Sie spreche mittlerweile sehr gut Deutsch und habe eine Ausbildung im Medienbereich beginnen wollen. Doch dann sei die Leukämie zurückgekehrt. Weil bisher kein geeigneter Spender für Selam gefunden worden sei, erhalte sie nun Stammzellen der eigenen Mutter. Besser wäre laut DKMS jedoch ein Fremdspender.

Registrierungs-Aktion am 4. Dezember
Eine Registrierung als Stammzell-Spender ist am Freitag, 4. Dezember, von 11 bis 18 Uhr in der Aula der BBS III, Ritterplan 6, möglich. Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird beim Spender mit einem Wattestäbchen ein Wangenschleimhautabstrich gemacht. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut an der Aktion teilnehmen. Ihre Daten stehen weiterhin für alle Patienten zur Verfügung. Die DKMS ist nach eigenen Angaben außerdem auf Spender angewiesen. Die Neuaufnahme eines Spenders koste 40 Euro. Unterstützt wird die Aktion von Otfried Gericke von der Kinderkrebshilfe Eritrea, den viele Seesener auch von den Herrenabend aus Harriehausen (Traupes Tenne) kennen, wo alljährlich hohe Spendensummen gesammelt werdem für das Göttinger Elternhaus für das krebskranke Kind.

www.dkms.de