Blutspende: Aufkommen im Mai dramatisch gesunken

Blutkonserven werden knapp. Der Blutspendedienst des Roten Kreuzes ruft deshalb dringend zum Blutspenden auf. (Foto: NSTOB)

Versorgung mit ersten Blutgruppen ist bereits nicht mehr gesichert

Die Lage ist ernst! Der Rückgang des Blutspendeaufkommes zeigt erste Auswirkungen auf die Versorgung der medizinischen Einrichtungen. Der DRK-Blutspendedienst NSTOB ruft deshalb dringend alle gesunden Bürgerinnen und Bürger zur Blutspende auf.

Aufgrund des warmen Frühlingswetters und der Feiertage im Mai ist die Bereitschaft zur Blutspende in der Bevölkerung drastisch zurückgegangen. „In den ersten zehn Tagen dieses Monats fehlen uns schon jetzt 2.500 Blutspenden, damit liegen wir 15 Prozent unter unserem benötigten Bedarf“, sagt Tobias Lüttig, Sprecher des DRK-Blutspendedienstes NSTOB. Dieser Einbruch hat bereits dazu geführt, dass klinische Einrichtungen nicht mehr ausreichend mit den wichtigen Blutgruppen 0 Rhesus negativ und 0 Rhesus positiv versorgt werden können. „Schon Anfang Mai haben wir vor einem möglichen Engpass gewarnt, jetzt besteht Handlungsbedarf“, so Lüttig. Eine Unterversorgung mit Blutpräparaten führt unmittelbar dazu, dass Therapien und Operationen in Krankenhäusern nicht wie geplant durchgeführt werden können. Der DRK-Blutspendedienst NSTOB ruft daher alle gesunden Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bremen dringend dazu auf die kommenden Blutspendetermine wahrzunehmen.
Aktuelle Termine und Informationen zur Blutspende sind online unter www.blutspende-nstob.de oder über die Service-Hotline 0800 1194911 abrufbar.

Warum ist Blutspenden beim DRK so wichtig?

Blutspender sind „Lebensretter“, etwa 107 Millionen Blutspenden werden weltweit pro Jahr benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Eine Vielzahl von Patienten verdankt ihr Leben fremden Menschen, die ihr Blut freiwillig und uneigennützig spenden. Neben Unfallopfern und Patienten mit Organtransplantationen sind vor allem Krebspatienten auf Blutpräparate angewiesen. Auch bei ungeborenen Kindern im Mutterleib konnten Ärzte bereits Leben erhalten und schwerste Schädigungen vermeiden, dank Blutspenden.
In Deutschland wurden im vergangenen Jahr zirka 4,6 Millionen Vollblutspenden entnommen. Davon stellen die sechs regional tätigen DRK-Blutspendedienste 3,7 Millionen Vollblutspenden für die flächendeckende, umfassende Patientenversorgung nach dem Regionalprinzip zur Verfügung. Rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.
Das entspricht etwa 15.000 Blutspenden werktäglich oder elf Spenden pro Minute. 2015 führen die DRK-Blutspendedienste in Deutschland rund 43.000 Blutspendetermine durch. Nach strengen ethischen Normen – freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich. Das DRK deckt damit auf der Grundlage freiwilliger und unentgeltlicher Blutspenden knapp 70 Prozent der Blutversorgung in Deutschland ab.
Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren Blut spenden. Mehrfachspender können nach individueller Entscheidung der Ärzte des DRK-Blutspendedienst NSTOB bis zu einem Alter von 72 Jahren (bis zum 73. Geburtstag) spenden. Frauen können viermal, Männer sogar sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Spenden muss allerdings ein Abstand von mindestens acht Wochen liegen. Mitbringen sollten die Blutspender ihren Unfallhilfe- und Blutspenderpass, bei Erstspendern reicht ein amtlicher Lichtbildausweis.


Die nächsten Blutspendetermine in der Umgebung

Freitag, 20. Mai, 16 bis 19.30 Uhr: Nette, Spitta-Haus;
Montag, 23. Mai, 15 bis 19.30 Uhr: Bockenem, DRK-Seniorenheim;
Freitag, 27. Mai, 16 bis 19.30 Uhr: DGH Ildehausen und Oberschule Badenhausen;
Freitag, 3. Juni, 16 bis 19.30 Uhr: Grundschule Lutter;
Montag, 13. Juni, 14 bis 19 Uhr: Seesen, Möbelhaus H&W;
Freitag, 24. Juni, 16 bis 19.30 Uhr: DGH Münchehof;
Freitag, 1. Juli, 16 bis 19.30 Uhr: Rhüden, Haus der Vereine.