Bornhäuser absolvieren Dolomitenhöhenweg 1 in voller Länge

Auf dem Gipfel des Cine de Zita sud in 2450 Metern Höhe: Frank Fuhrmann, Heinz-Christian Bauer, Jürgen Rademacher und Torsten Wagner (von links).
 

Geschafft: Bei der letzten Etappe auf der „Alta Via uno“ ging es für das Quartett hinauf bis auf 2450 Meter

Bornhausen (bo). Bereits zum dritten Mal waren einige Mitglieder der Wanderabteilung des Heimat- und Verkehrsvereins Bornhausen (HVV) in den italienischen Dolomiten unterwegs, um den letzten Teil des weltbekannten Fernwanderweges Alta Via uno zu bezwingen.
Diese Trekkingroute, die über 150 Kilometer vom Prag­ser Wildsee bei Toblach bis in die Nähe von Belluno führt, bietet spektakuläre Gipfelerlebnisse und einzigartige Aussichten in die faszinierende Bergwelt der Dolomiten.
Rückblick: Im Jahr 2009 starteten die HVVer am Pragser Wildsee, um die erste Etappe des Dolomiten-Höhenweges 1 zu erwandern. Der Weg führte damals innerhalb von vier Tagen durch das Murmeltierland der sagenumwobenen Fahneshochebene bis hin zum 2752 Meter hohen Gipfel des Lagazuoi. Im Jahr 2010 starteten die Bornhäuser am Falzarrego-Pass und wanderten entlang der Civetta, die in Bergsteigerkreisen auch „Wand der Wände“ genannt wird, über mehrere Etappen bis zur Schutzhütte Vazzoler und von dort aus wieder hinab in die Zivilisation in Form des Bergörtchens Listolade.
In diesem Jahr nun waren Frank Fuhrmann, Heinz-Christian Bauer, Jürgen Rademacher und Torsten Wagner zur letzten Etappe auf dem Höhenweg 1 aufgebrochen. Von der Schutzhütte Rifugio Trieste in der Nähe von Listolade ging es am ersten Tag innerhalb von sechs Stunden durch steile Wald- und Felsetappen über fast 1000 Höhenmeter hinauf zum Rifugio Carestatio. Hier verbrachte man nach einem herrlichen Sonnenuntergang und einem zünftigen Hüttenabend unterhalb des riesigen Klettermassivs Constantini die erste Nacht.
Am nächsten Tag ging es bereits früh am Morgen weiter. Der Weg führte die vier Bornhäuser zunächst steil hinab zum Passo Duran und anschließend durch Latschenwälder und Geröllhänge in praller Sonne wieder stetig bergan zum Rifugio Pramperet. Hier konnten die Bornhäuser gemeinsam mit den anderen Hüttengästen schweigend im klaren Licht des Vollmondes am gegenüberliegenden Berghang die liebestollen Hirsche röhren hören.
Nach einer kalten Nacht im Biwaklager brach man am frühen Morgen auf und stand nach zweieinhalbstündigem Aufstieg und einigen ausgesetzten Kletterpartien auf dem Gipfel des „Cine de Zita sud“ in 2450 Metern Höhe. Ein grandioser Rundblick auf die umliegenden Gipfel und sogar auf frei fliegende Adler waren Belohnung genug für die Mühen.
Weiter ging es steil bergab, bevor man nach rund zwei Stunden die Schutzhütte Rifugio Fontana auf 1632 Metern Höhe erreichte und eine wohlverdiente Rast einlegen konnte. Nach rund acht Stunden Gehzeit kam das Quartett an der Schutzhütte Rifugio Bianchet an. Auch hier folgte wieder ein gemütlicher Hüttenabend und in der Nacht sogar die Sichtung einer Hirschherde, die direkt die Hütte passierte.
Am nächsten Morgen erfolgte dann der wieder beschwerliche Abstieg ins Tal und die Busfahrt zum Startpunkt der Tour in Listolade. Der Dolomitenhöhenweg 1, der Alta Via uno, Tausende von Höhenmetern aufwärts und abwärts waren geschafft. Aufgeteilt auf drei Etappen haben die Bornhäuser diesen Fernwanderweg in den Dolomiten in drei Jahren bezwungen. Und es steht jetzt schon fest, dass dies nicht die letzte Herausforderung dieser Art war. Die Planungen für das nächste Jahr laufen bereits.