Bornhäuser Trio erklimmt Pisciadu-Spitze

Auf der Pisciadu-Spitze in rund 3000 Metern Höhe angekommen, wurden Torsten Wagner, Jürgen Rademacher und Frank Fuhrmann bei klarer Sicht mit einem unvergleichlichen Rundumblick belohnt.

Frank Fuhrmann, Jürgen Rademacher und Torsten Wagner in den Alpen on tour

Bereits zum vierten Mal hatten jetzt einige Mitglieder der Wanderabteilung des Heimat- und Verkehrsvereins Bornhausen eine Hochgebirgstour in den Alpen geplant.
Nachdem die Bornhäuser in den Jahren 2009 bis 2011 den weltbekannten Dolomitenhöhenweg Nr. 1 bezwungen hatten, sollte es in diesem Jahr in das österreichische Stubaital gehen, um dort die Stubaitalrunde mit Besteigung des knapp 3400 Meter hohen Habichtgipfels zu meistern.
In diesem Jahr waren die HVVler nur mit einer kleinen Seilschaft, bestehend aus Frank Fuhrmann, Jürgen Rademacher und Torsten Wagner aufgebrochen und kamen am Mittwoch nach achtstündiger Autofahrt in der Ortschaft Neustift im Stubaital an.
Die Wetterbedingungen waren nicht gerade optimal, denn es regnete in Strömen. Am Nachmittag machten sich die drei dann von der Karalm aus an den steilen Aufstieg zur Innsbrucker Hütte, die in 2369 Metern Höhe aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse nur zu erahnen war. Ab 1800 Metern ging der Regen zunächst in leichten Schneefall über, der ab 2000 Metern Höhe immer stärker – und nun auch noch von einem eisigen Wind unterstützt wurde. Endlich erreichten die Bornhäuser um 18 Uhr ihr Ziel und konnten sich in der gut geheizten Hütte aufwärmen.
Da die Wettervorhersagen für die kommenden Tage sehr unsicher waren, war an eine weitere Planung der Bergtour zunächst nicht zu denken. Über Nacht hatte es rund 40 Zentimeter Neuschnee gegeben und am Donnerstagmorgen schneite es noch immer, und die Sicht wurde zudem noch durch dichten Nebel erschwert. Nach Rücksprache mit dem Hüttenwirt, stellte sich auch noch heraus, dass die Begehung der Höhenwege oder gar die Gipfelbesteigung des Habichts auch in den nächsten Tagen nicht möglich sein würde. Kurz entschlossen planten die drei Bornhäuser also um und machten sich wieder an den Abstieg zurück ins Tal zum dort abgestellten Auto. Von dort ging es dann weiter über den Brenner in Richtung Süden. Im Villnößtal in den Südtiroler Dolomiten konnten die drei dann den Wagen an der Zanser Alm abstellen und von dort zur 2.300 Meter hohen Schlütterhütte aufsteigen.
Am Freitag ging die Bergtour auf dem Dolomitenhöhenweg Nr. 2 weiter, vorbei an der Medalgesalm, durch die eingeschneite sehr steile Roascharte bis hin zur Puezhütte.
Am nächsten Tag verlief die Wanderung weiter über das Grödner Joch bis hin zur Pisciadühütte. Nach einer ausreichenden Pause ging man nun auch noch die Gipfelbesteigung des knapp unter 3000 Meter hohen Pisciadü-Gipfels an, der im Übrigen genau so hoch ist wie Deutschlands höchster Gipfel, die Zugspitze.
Oben am Gipfelkreuz wurden die drei Bornhäuser Bergsteiger bei klarer Sicht mit einem unvergleichlichen Rundblick über die traumhafte Bergwelt der Dolomiten belohnt, bevor es wieder an den Abstieg zur Hütte ging, um dort den letzten Hüttenabend zu verbringen. Am kommenden Morgen erfolgte dann der wieder sehr beschwerliche und lange Abstieg ins Tal zurück zum Grödner Joch, um von dort mit dem Bus nach Sankt Ulrich zu gelangen.
Dort gelangten die HVVler mit der Seceda-Seilbahn hinauf in die Welt der berühmten Geislerspitzen, um von der Bergstation aus noch eine rund vierstündige Etappe bis zurück zum Startpunkt an der Zanser Alm zu wandern. Wieder einmal lag eine traumhafte Bergtour mit ergreifenden Gipfelerlebnissen, spannenden Kletterpassagen, zünftigen Hüttenabenden und traumhaften Ausblicken in einer der wohl imposantesten Landschaften der Erde hinter den Bornhäuser Gipfelstürmern. Alle Teilnehmer waren wieder einmal restlos begeistert und sind sich sicher, dass man auch im kommenden Jahr wieder in die Welt der Berge aufbrechen wird.