Brandstifter wird verhaftet

(Foto: Wengert)

Seesener (30) geständig

Seesen (uk). In hartnäckiger Ermittlungsarbeit ist es der Polizei Goslar in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig gelungen, den Täter zur schweren Brandstiftung, am 4. November, in Seesen zu ermitteln. Damals war auf der Langen Straße, durch einen gelegten Gebäudebrand ein Schaden von rund 200.000 Euro entstanden (der „Beobachter“ berichtete). Bei dem Täter handelt es sich nach Mitteilung der Polizei um einen 30-jährigen Seesener, der bereits 2005 durch eine Brandstiftung in seinem Heimatort strafrechtlich in Erscheinung getreten und verurteilt worden war. Die langjährigen und erfahrenen Brandermittler waren bereits frühzeitig auf der richtigen Fährte und hefteten sich an die Fersen des Seeseners. Hierzu gehörte das akribischen Ausleuchten des Umfeldes des Tatverdächtigen sowie die Vernehmung unterschiedlichster Zeugen.
Diese Puzzlearbeit führte die beiden Beamten letzten Donnerstag an die Nordseeküste, wo sich der Täter nach der Verbüßung einer mehrjährigen Haftstrafe in einer offenen Therapieeinrichtung befand. In der polizeilichen Vernehmung drückte sich der Mann teilweise dubios, teilweise widersprüchlich aus, wobei er schließlich aber dem Ermittlungsdruck der Polizisten nicht mehr stand hielt und ein Geständnis ablegte.
Demnach war der Mann betrunken in der Tatnacht in Seesen unterwegs gewesen und hatte ohne weiteres Motiv und ohne Beziehung zum Brandort im Inneren der Scheune das Feuer gelegt. Ohne sich für die Brandfortsetzung oder die Löscharbeiten der Feuerwehr zu interessieren, war der Seesener einfach fortgegangen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Braunschweig, wurde der Geständige dem zuständigen Amtsgericht vorgeführt. Hier wiederholte er sein Geständnis, woraufhin das Gericht Untersuchungshaft anordnete.