„Breiter“ – mehr als Erinnerungsprosa

Das Cover zeigt die heutige Begegnungsstätte in Freyenstein, wo der Autor seine gesamte Schulzeit verbrachte.

Ein Stück Zeitgeschichte: Bornhäuser Ronald Wendt verarbeitet in seinem Roman seine frühen Jahre

Die wohl bekannteste der fünf goldenen Regeln für Autoren lautet: „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!“ Mit anderen Worten: Der erste Satz beziehungsweise die ersten Sätze müssen „sitzen“, sie können alles sein – prägnant, witzig oder ungewöhnlich, sollten den Leser aber aber in jedem Fall neugierig machen und zum Weiterlesen animieren. Man denke nur an „Alle glücklichen Familien sind gleich, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Art unglücklich.“ (Leo Tolstoi: Anna Karenina) oder „Es war ein strahlender, kalter Tag im April und die Uhren schlugen Dreizehn“ (George Orwell: 1984). So beginnt Weltliteratur.
„April, der neunzehnte, 1991, gegen Mittag. Breiter sitzt in Seesen im Wartezimmer des praktischen Arztes Dr. Ungleichstück und blättert im Spiegel.“ Zugegeben: Dass klingt zwar nicht nach Weltliteratur, aber die „goldene Regel“ hat der Autor wohl doch beherzigt, denn wer möchte als Seesener nicht wissen, wie es da wohl weitergehen mag. Nun, mit diesen Worten beginnt der Roman „Breiter“ aus der Feder des Bornhäusers Ronald Wendt. Sein Erstlingswerk hat er im Selbstverlag realisiert. Es liegt jetzt druckfrisch vor. „Es handelt sich dabei um einen autobiografischen Roman“, erklärt der Autor, der dann auch keinen Zweifel daran lässt, dass sich hinter seinem titelgebenden Hauptprotagonisten namens Breiter er selbst verbirgt.

Mehr dazu lesen Sie in der Ausgabe vom 4. März.