Brenntag – Feuer gerät in Rhüden außer Kontrolle

Lichterloh brennt der gut 30 Meter lange Holzstapel. Die Hitzeentwicklung war enorm.

Bei Brennarbeiten geraten ein 30-Meter langer Holzstapel und Bäume in Brand. Wehren aus Seesen und Rhüden im Einsatz

Seesen/Rhüden (am). Am Donnerstagnachmittag rückten die Kräfte der Seesener und Rhüdener Wehr zu einem gemeldeten Waldbrand nach Rhüden „In der Bleiche“ aus. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte am Einsatzort fanden sie stattdessen ein außer Kontrolle geratenes Brenntagsfeuer vor. Fahrlässigkeit im Umgang mit der Feuerstelle führte dort – in der Nähe der Grimpe-Mühle – zu einem Brandeinsatz. Auf einer Länge von gut 20 Metern brannten ein 30 Meter langer Holzstapel und angrenzende Bäume lichterloh.
Ungünstige Windverhältnisse und die Nähe der Brennstelle zum gestapelten Holz begünstigten die Ausbreitung des Feuers. Insgesamt 45 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Seesen und Rhüden gingen gegen das Feuer vor. Das Auseinanderziehen des Holzes mit einem Trecker musste abgebrochen und ein Angriff mit Schwerschaum eingeleitet werden. Gut zwei Stunden waren notwendig, um das Feuer endgültig abzulöschen.
Wer ein Feuer macht, muss die Feuerstelle ausreichend absichern und mit einer schnellen Verbreitung aufgrund von beispielsweise Funkenflug rechnen. Die ständige Kontrolle des Feuers ist auf jeden Fall zu gewährleisten. Wer an Brenntagen ein Feuer abbrennen möchte, sollte sich im Vorfeld über die geltenden Regelungen detailliert informieren. Profis im Umgang mit Feuer haben vor Ort sofort erkannt, wie aus dem einfachen Abbrennen ein Übergreifen der Flammen passieren konnte. „Hier sieht man den Weg, den das Feuer von der Feuerstelle zum Holzstapel genommen hat“, erklärte Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke gegenüber dem „Beobachter“ und beschrieb, wie die Ausbreitung passieren konnte. Vermutlich hätten zwei bis drei Meter mehr Abstand zur angrenzenden Baumreihe und Holzstapel bereits ausgereicht, um ein Übergreifen des Feuers zu vermeiden. Eine professionelle Einschätzung, die in Rhüden leider zu spät kam.