Brückenbauarbeiten: Bahnstrecke bleibt gesperrt

Die Strecke zwischen Salzgitter-Bad und Seesen wie geplant am heutigen Montag, 16. Oktober, freigegeben. 

Ersatzfahrplan bleibt bestehen / Zumindest Strecke Salzgitter-Bad - Seesen ab Montag wieder frei

Gute und schlechte Nachrichten für alle Bahnfahrer. Die Brückenbauarbeiten zwischen Salzgitter-Ringelheim und Baddeckenstedt verzögern sich. Dadurch bleibt die Strecke Hildesheim - Salzgitter-Ringelheim - Goslar bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten weiter gesperrt. Dagegen wird die Strecke zwischen Salzgitter Bad und Seesen wie geplant am Montag, 16. Oktober, freigegeben. Reisende müssen sich dennoch auf Einschränkungen einstellen.
Diese betrifft wie bereits erwähnt die Strecke der RE10 (Bad Harzburg - Hannover) zwischen den beiden Bahnhöfen Groß Düngen und Salzgitter-Ringelheim. Voraussichtlich bis Mittwoch, 1. November, muss die Bahnstrecke noch weiter gesperrt bleiben, teilt Gisela Noske vom Regionalverband Großraum Braunschweig mit. Das führt zu Beeinträchtigungen, die sich nicht vermeiden lassen, vor allem im am Montag wieder beginnenden Schülerverkehr, führt Noske weiter aus. Es gilt weiterhin der „Baustellen-Fahrplan“. Auf dem Teilstück Hannover - Groß Düngen behalten die Züge ihre Zugnummern und fahren in den Zeiten der Regelzüge.
Fakt ist: Alle Züge enden in Groß Düngen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen mit allen Unterwegshalten zwischen Groß Düngen und Salzgitter-Ringelheim wird eingerichtet. Zwischen Salzgitter-Ringelheim und Bad Harburg verkehren wiederum Züge im Pendelverkehr. Die Fahrtzeiten aus der Harzstadt nach Ringelheim werden so angepasst, dass Fahrgäste den Ersatzverkehr in Ringelheim erreichen.
Allerdings werden in Salzgitter-Ringelheim die Zuganschlüsse von und nach Braunschweig beziehungsweise in umgekehrter Richtung von und nach Bad Harzburg nicht funktionieren. Sie werden um gut zehn Minuten verpasst, teilt der Regionalverband nun mit. Dem nicht genug, durch die Baumaßnahme verlängert sich die Fahrzeit zwischen Bad Harzburg und Hannover von regulär 82 Minuten auf 124 Minuten. Auch die Ankunfts- und Abfahrtszeiten in Goslar und Bad Harzburg ändern sich. In diesen beiden Wochen gehen alle Anschlüsse zu den Buslinien verloren oder die Übergänge verlängern sich.
In Goslar sind die Linien 810, 830, 831, 832 und die Stadtverkehrslinien in Goslar sowie in Bad Harzburg die 820, die Saisonverkehrslinien 866 und 875 sowie die Stadtverkehrslinien davon betroffen. Da an vielen Linien eine ganze Anzahl weiterer Anschlüsse im Oberharz hängt sowie Anschlüsse auch an die Züge der RB42/43 nach beziehungsweise von Braunschweig hergestellt werden, sind Fahrplanänderungen nicht machbar, heißt es dazu.
Grund für die längere Bauzeit ist die jüngst durchgeführte sogenannte Abnahmeprüfung des neuen Kreuzungsbauwerks. Dabei stellte der Fachbeauftragte Mängel an den Betonbauwerken fest. Die Deutsche Bahn erklärt dazu: „Die Prüfung hat ergeben, dass sich unvorhersehbar Hohlstellen im Bauwerk gebildet haben. Daher kann das Bauwerk aufgrund der dynamischen Belastung durch den Schienenverkehr nicht befahren werden.
Derzeit werden mit Hilfe von Kernbohrungen die Größe und Häufigkeit der Hohlstellen bestimmt um ein entsprechendes Sanierungskonzept ausarbeiten zu können. „Nach derzeitigem Stand gehen wir von einer Sperrung bis voraussichtlich Mittwoch 1. November aus“, führt die Deutsche Bahn in ihrer Mitteilung weiter aus. Die ursprünglichen Planungen sahen vor, dass die Bauarbeiten am 15. Oktober beendet sein sollen. Die Firma erixx informiert über die Fahrplanänderungen, die ihre Züge betreffen, gesondert.
Die Deutsche Bahn erneuert seit April das Kreuzungsbauwerk bei Salzgitter-Ringelheim. Hier überquert die zweigleisige Strecke von Hildesheim nach Goslar die eingleisige Strecke zwischen Salzgitter-Bad und Seesen. Das Kreuzungsbauwerk aus dem Jahr 1875 besteht aus einem zweigleisigen Stahlüberbau mit einer Länge von rund vierzehn Metern. Es hat jetzt das Ende seiner technischen Nutzungsdauer erreicht und wird durch ein neues Stahlbetonrahmenbauwerk ersetzt, teilt die Deutsche Bahn dazu mit. Es werden alle nach dem Stand der Technik zur Verfügung stehenden und im Rahmen des Bauablaufs zumutbaren Möglichkeiten ausgeschöpft, um die Beeinträchtigung so gering wie möglich zu halten. Die Arbeiten werden tagsüber zwischen 7 und 22 Uhr ausgeführt.
Laut Deutscher Bahn belaufen sich die Gesamtkosten für die Erneuerung des Kreuzungsbauwerkes bei Salzgitter-Ringelheim auf über 3,9 Millionen Euro.