Bündnis 90 / Die Grünen wollen im Stadtrat wieder mitbestimmen

Sie kandidieren unter anderem für den Stadtrat (von links): Claudia Stolzenburg, Frank Weichenhain, Kerstin Knorr, Sven Ladwig und Karl-Heinz Weidanz. (Foto: bo)

Reizthemen: Geplante Hochspannungstrasse, die Entwicklung der Schullandschaft und ganzheitlicher Hochwasserschutz

Seesen (bo). Wieder im Stadtrat vertreten zu sein und die Entwicklung der Stadt Seesen in der nächsten Legislaturperiode mitzubestimmen – dieses Ziel haben sich Bündnis 90 / Die Grünen zur Kommunalwahl am 11. September gesetzt. Dafür wurden in den vergangenen Wochen in mehreren öffentlichen Sitzungen und einer begleitenden, intensiven Auseinandersetzung mit den Inhalten künftiger grüner Politik die Weichen gestellt.
Als Kandidaten für den Stadtrat wurden für die Kernstadt Claudia Stolzenburg, Karl-Heinz Weidanz, Stefan Sander und Michael Schmidt und für die Ortsteile Seesens Sven Ladwig, Kerstin Knorr und Frank Weichenhain nominiert und vom Kreisverband Goslar einstimmig bestätigt. Für den Kreistag kandidieren zusätzlich Karl-Heinz Weidanz, Stefan Sander, Anna-Luise Kanefendt, Michael Schmidt und Gerhardt Aldekamp.
Aktuelle Reizthemen im Seesener Umfeld wie zum Beispiel die geplante Hochspannungstrasse, die Entwicklung der Schullandschaft oder ein ganzheitlicher Hochwasserschutz für das Stadtgebiet würden die Einbindung aller Betroffenen erfordern, heißt es in einer Pressemitteilung. Mehr als bei den bisher im Stadtrat vertretenen Parteien sei eine umfassende Bürgerbeteiligung bei den Grünen seit jeher stark verankert und solle nun auch in die hiesige Kommunalpolitik getragen werden. Dies beinhalte eine weitgehende Informations­freiheit für alle Bürgerinnen und Bürger, mehr Verwaltungstransparenz und die Mitbestimmung bei kommunalen Projekten.
Neben klassischen grünen Themen wie der Erdverkabelung von Hochspannungsleitungen und der Entwicklung und dem Ausbau regenerativer Energien seien auch Ziele der Wirtschaftsförderung, Bildungspolitik und Stadtentwicklung in das Wahlprogramm eingeflossen. So würden sich grüne Stadträte für den Ausbau von Radwegen und die Förderung des Rad­tourismus, eine verbesserte Kinderbetreuung, integrierte Gesamtschulen, kleinere Klassengrößen sowie die Förderung der Innenstadt durch nachhaltiges Stadtmarketing, die Leerstandsbeseitigung von Immobilien und die Ausweisung einer Fußgängerzone einsetzen.