Bürgerhaus-Aufwertung wichtiges Ziel

Die Mandatsträger der CDU/FDP-Gruppe sehen in der „grünen“ Neugestaltung der Mittelinseln an der Ortsdurchfahrt eine Verbesserung des Gesamtbildes.

CDU/FDP-Gruppe im Stadtrat tagte / Erfreuliche Entwicklung bei Baunachfragen verzeichnet

Wie schon bei den Sozialdemokraten (der „Beobachter“ berichtete am Samstag) ging es auch bei der jüngsten Sitzung der CDU/FDP-Gruppe im Rat um das Thema Stadtsanierung. Hier verfügt die Stadt Seesen bekanntlich über einen Betrag von etwa fünf Millionen Euro. Darin sind enthalten je ein Drittel Fördermittel des Bundes und des Landes sowie ein Drittel Eigenanteil der Stadt Seesen. Noch in Planung sind der Ausbau der mittleren und unteren Jacobsonstraße, der Bollergasse und der Marktstraße. Um weitere Maßnahmen durchzuführen, müsste eine Verlängerung der Sanierungsmaßnahme beim Niedersächsischen Sozialministerium beantragt werden. Die CDU/FDP-Gruppe im Rat der Stadt Seesen wird deshalb einen Antrag stellen, um die erforderlichen Schritte für weitere Sanierungen von Gebäuden und Straßen im Stadtgebiet zu gewährleisten. Es könnte dann unter anderem daran gedacht werden, auch noch die obere Lange Straße für eine Sanierung vorzusehen.

Weiterhin liegt eine Drucksache der Verwaltung zur Sanierung der Fassade und der Erneuerung des Fahrstuhls des Bürgerhauses vor. Danach sollen etwa 500.000 Euro hierfür aufgewendet werden. Der gesamte Rat wird sich zunächst vor Ort ein Bild über die zukünftigen Möglichkeiten des Gebäudes machen. Da neben der Sanierung der Außenfassaden und auch im Gebäude selbst einige Veränderungen vorgenommen werden sollen, sollte über das Gebäude in einem Gesamtpaket entschieden werden. Für die Ratsvertreterinnen und Ratsvertreter der CDU/FDP-Gruppe sind die Veränderungen im und am Gebäude wichtige Ziele für ein lebendiges kulturelles Nebeneinander in der besten Zentrumslage der Stadt. Im Bürgerhaus lasse sich am Besten die Entwicklung der Stadt in den letzten 120 Jahren dokumentieren. Eine Aufwertung insgesamt werde das Ziel umfangreicher zukünftiger Bemühungen sein.
„Immer mehr entwickeln sich die Kernbereiche der Stadt zu einem Areal mit hoher Aufenthaltsqualität. Gerade vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung brauchen wir ein attraktives Zentrum, wo Jung und Alt von vielen Verweilangeboten profitieren werden. Dazu gehört auch der schon im nächsten Jahr zu verwirklichende Kinderspielplatz neben dem Bürgerhaus“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Rudolf Götz.
Eine erfreuliche Entwicklung, so hieß es weiter, sei bei den Baunachfragen zu verzeichnen. Die Grundstücke der Stadt würden stark nachgefragt. Vermehrt werden Bauplätze an die Bauwilligen verkauft. Auch in den Ortsteilen sei dieser Trend zu beobachten. Da es zunehmend schwieriger werde, neue Baugebiete zu entwickeln, sollte untersucht werden, inwieweit die von der Wiederaufbau freigeräumten Flächen an der Hochstraße und an der Gänsepforte durch Einzelhausbebauung entsprechend der Nachfrage erschlossen werden könnten.
Im Rahmen der Zusammenkunft wurde auch noch einmal auf das Sehusafest 2015 zurückgeblickt, das bekanntlich nicht von einer guten Wetterlage profitieren konnte. Neben den kalten Abendtemperaturen waren die Veranstaltungen immer wieder von Regengüssen unterbrochen beziehungsweise beeinträchtigt. „Es gilt Dank zu sagen an alle Betreiber, aber auch an die Besucher. Einmal mehr gelang es eine erfolgreiche Veranstaltung durchzuführen, so Rudolf Götz weiter. Besonderer Dank gelte den Ehrenamtlichen, die über den Sehusafestverein gut organisiert zum Gelingen beigetragen hatten.
Hingewiesen wurde ferner darauf, dass im Zuge der Erweiterung einer Biogasanlage im Stadtgebiet diesmal bei der Ausweisung von Ausgleichsflächen neue Wege gegangen werden. So werde durch entsprechende Regelungen die bisher intensiv genutzte landwirtschaftliche Fläche einer extensiven Nutzung zugeführt. Damit können, wenn auch nur eingeschränkt, diese Flächen von der Landwirtschaft genutzt werden.
Begrüßt wurde eine Veränderung bei den Grünanlagen der Stadt. Anstelle der Bodendecker auf den Mittelinseln der Ortsdurchfahrt Seesen werden die Flächen mit Wildkräutern, Frühjahrsblühern und Landschaftsrasen versehen. Dadurch soll der Pflegeaufwand minimiert, aber auch das Gesamtbild verbessert werden. Die 20 Jahre alten Anpflanzungen litten zunehmend unter den Umwelteinflüssen und gaben kein gutes Bild mehr ab.