Bürgerinitiative hat Dr. Oliver Junk zu Gast

Dr. Oliver Junk sprach bei der Bürgerinitiative in Walkenried im Rahmen einer Infoveranstaltung. (Foto: Schönfelder)

Konstruktive Diskussion bei Informationsveranstaltung in Walkenried

Walkenried (bo). Zu einer weiteren Informationsveranstaltung hatte die Bürgerinitiative „Für Osterode“ am vergangenen Wochenende ins Freizeitzentrum Walkenried eingeladen. Prominentester Gast war der neue Goslarer Oberbürgermeister, Dr. Oliver Junk. Nach einer kurzen Begrüßung der Anwesenden erläuterte Jon Döring, Dozent an der Hochschule für Kommunale Verwaltung in Niedersachsen, für alle, die jetzt neu dabei waren, die Ziele der Bürgerinitiative. An diesem Tage meldeten sich viele Versammlungsteilnehmer zu Wort, die sich ausnahmslos für einen Zusammenschluss mit Goslar aussprachen.
Der Tenor war, dass man alles daransetzen müsse, jetzt den Westharz zusammenzuhalten und im Westharz keine Konkurrenzsituation zwischen zwei in Randlage befindlichen kleineren Landkreisen einheitlicher Struktur am Rande von Regionen enstehen zu lassen. Es wurde immer wieder das Potenzial der beiden Harzer Landkreise herausgestellt und dabei die Frage aufgeworfen, was eigentlich strategisch gegen einen Zusammenschluss mit Goslar sprechen sollte. Insbesondere die erfolreiche Arbeit der IZH wird sich in naher Zukunft für die beiden Landkreise auszahlen und die Gründungsdynamik in erheblichem Maße fördern.
Große Beachtung fanden die Ausführungen des Goslaer Oberbürgermeisters, Dr. Oliver Junk, der eine positive Stimmung erzeugte, als er an die Harzer appellierte, sich ihrer Stärken bewusst zu werden und das große Potenzial zu nutzen, das der Harz besitze. Er ging auch fest davon aus, dass die klassischen Naherholungsgebiete künftig mehr genutzt würden. „Der Harz muss zulegen“, sagte er wörtlich und erwähnte die vielen Sport- und Freizeitmöglichkeiten, die kulturellen Schätze wie vor allem auch das Weltkulturerbe. Sowohl Dr. Junk als auch andere Diskussionsteilnehmer wiesen darauf hin, dass man alles daran setzen müsse, vorhandene Arbeitsplätze in der Region zu erhalten und neue zu schaffen, um jungen Menschen hier eine Zukunft zu geben und von der Abwanderung abzuhalten. Die Sicherung und der Ausbau der Infrastruktur sollte oberstes Ziel sein. Kommunalpolitiker aus Bad Grund wiesen auf die gemeinsame große Vergangenheit der Harzer hin und betonten, dass man auch in Zukunft gemeinsam daran arbeiten müsse, den Harz wieder voranzubringen. Alle Diskussionsteilnehmer warnten eindringlich davor, Entscheidungen gegen den Willen der Bevölkerung zu treffen. Walkenrieds Bürgermeister, Herbert Miche, betonte, der Bürger müsse mit entscheiden können, was geschehen solle und nicht allein die Politiker. Unsere Richtung ist der Harz und nicht Göttingen, war seine eindeutige Aussage.
Volkart Berger, Vorsitzender vom Regionalverband Harz-Liberaler Mittelstand Niedersachsen e.V., ging auf die historische Geschichte des Harzes ein, die besonders im Oberharz vom Bergbau sowie von der Holz- und Wasserwirtschaft geprägt wurde und betonte, dass diese Region nicht auseinander gerissen werden dürfe.
Marianne Arndt Deike, eine interessierte Bürgerin aus Vienenburg war auch der Meinung, dass die Politiker für die Bürger da sein müssten und nicht umgekehrt. Sie sprach sich auch für die Stärkung der Harzregion aus. Die Veranstalter zeigten sich mit der Zusammenkunft in Walkenried überaus zufrieden. In seinen Schlussworten betonte Dr. Grammel, dass weitere Veranstaltungen in der Region geplant sind.