Bunte Sport-Gala als fulminanter Schlusspunkt

Bei den Turnerjugendgruppen-Wettkämpfen zeigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Beeinruckendes.
 
Die Seesener MTV-Akros in Aktion.

Seesen erweist sich als hervorragender Gastgeber für Niedersächsische Turnerjugend

Gleich mehrere Höhepunkte setzten einen fulminanten Schlusspunkt zum Ende des 34. Tuju-Treffs der Niedersächsischen Turnerjugend in Seesen. Der Samstag stand zunächst ganz im Zeichen der Turnerjugendgruppen-Meisterschaften (TGM), der TurnerjugendgruppenWettkämpfe (TGW), der Schülergruppen-Wettkämpfe und der Fun-Disziplinen.
Das Miteinander steht dabei im Vordergrund und wird mit sportlichem Können und Kreativität zu einem tollen Erlebnis für die jeweiligen Gruppen und Zuschauer. Jede Mannschaft wählt ihren Drei- oder Vier-Kampf aus acht Disziplinen. Zur Auswahl stehen Turnen, Tanzen, Singen und die Gruppengymnastik aus den nicht messbaren Disziplinen sowie in den messbaren Kategorien Medizinballweitwurf, Staffellauf, Schwimmstaffel und Orientierungslauf. Dabei steht neben dem Ehrgeiz vor allem der Spaß im Vordergrund. 36 Mannschaften gingen in diesem Jahr an den Start. Besonders erfreulich war dabei der große Anteil an den Funwettbwerben.
Am Abend dann hatte die Turnerjugend lokale Politik und Unterstützer zu einem kleinen Empfang geladen. Dabei konnten die Vorstandsmitglieder Jennifer Knake, Michel Hadamitzky, Charlotte Lohmann und Christian Schmidt neben dem Vizepräsidenten Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport des Niedersächsischen Turnerbundes, Christoph Hannig, der Leiterin der Jugendbildungsstätte Baltrum, Tina Weßling, und der Goslarer Turnkreisvorsitzenden Evelyn Münnich-Probst auch den Seesener Bürgermeister Erik Homann, den Vorsitzenden des MTV Seesen, Kai Labenski, mit weiteren Vorstandsmitgliedern auch den Stadtsportringvorsitzenden Mario Melone begrüßen.
Seitens des NTJ-Vorstandes wurde noch einmal verdeutlicht mit welcher Selbstverständlichkeit die Organisatoren fünf tolle Tage für hunderte Jugendliche auf die Beine gestellt haben und wie wohl man sich am Harzrand gefühlt habe. Erik Homann zeigte sich erfreut über die trotz einiger Verwirrungen und Mühen im Vorfeld gelungene Durchführung der Veranstaltung. Hunderte Jugendliche hätten auf angenehme Weise zusätzliches Leben in die Stadt gebracht. Christoph Hannig verdeutlichte, dass ein Tuju-Treff mehr als nur Gemeinschaft, Geselligkeit und Party sei. In einer Welt von Geboten und Verboten gäbe man den Jugendlichen hier Freiräume, sich auszuprobieren. Diesen Begriff griff dann auch der MTV-Vorsitzende Kai Labenski auf. Auszuprobieren, dafür sei das der richtige Rahmen für die Jugend. Er, einst selbst Schüler des Jacobson-Gymnasiums, habe diese Schule selten mit so viel Leben und Spaß erlebt wie in diesen Tagen. Michel Hadamitzky verdeutlichte noch einmal, was es bedeute, wenn Jugendliche die Chance erhielten, ihre Erfahrungen zu sammeln und letztendlich Verantwortung erhielten und diese bereitwillig übernähmen.
Einen fulminanten Schluss­punkt setzte schließlich die anschließende öffentliche Abschlussgala in der nahezu voll besetzten Halle II. Nach einem tänzerischen Einstieg mit „Rosie“ (Rosemarie Seydell) zeigten zunächst die Seesener Akros, welche Leistungen sie vollbringen können und wie imposant und lebendig die Akrobatik in Seesen ist. Eine kleine Fotoshow mit Impressionen der vergangenen Tage und Show-Auftritte von kreativen Gruppen des TGW-Tages wechselten mit den Siegerehrungen der Wettbewerbe des Tages, der Stadtrallye und des GTT-Wettbewerbes ab und sorgten so für nahezu 120 Minuten Kurzweile.
Eine besondere Ehre wurde dann Svenja Neise zu teil. Sie erhielt aus den Händen des NTJ-Vorstandes den Werner-Luchtmeier-Preis, der an besonders engagierte und langjährige ehrenamtliche Mitarbeiter der NTJ verliehen wird. Luchtmeier, langjähriger Präsident des niedersächsischen Turner-Bundes, war mit besonderem Engagement der NTJ verbunden, so dass es nahelag, dieses Engagement auch mit diesem Preis weiterzutragen und zu würdigen. Besonderen Beifall erhielten auch die Organisatoren, Helfer und Sanitäter des Tuju-Treffs 2012, die abschließend für die erbrachten Leistungen noch einmal gewürdigt wurden. Der Turntiger hatte dann die Aufgabe, zur großen Abschlussparty überzuleiten, um ein letztes Mal gemeinsam so richtig die Halle zu rocken.