Cancun was nun?

Leserbrief

Zum Thema Klimakonferenz und deren folgen schreibt Georg von Petersdorff:

Für Kopenhagen hat man das Scheitern einer Klimakonferenz akzeptiert. In Cancun wird der Beschluss, dass noch viel zu beschließen ist als Erfolg gefeiert. So ist das nun mal, wird eine Veranstaltung als die letzte Chance angesehen, dann ist das Ausbleiben eines Ergebnisses, ein Scheitern. Rechnet man aber im Vorfeld schon mit einem Scheitern, dann ist der ausgebliebene Abbruch und die Einigung auf ein Ziel (2°C), ein Erfolg. So rettet man gleich auch die nächste Konferenz in Durban, als allerletzte Chance, oder wieder ohne Hoffnung? Mit Sicherheit wird man den Tingeltangel zur Rettung der Welt aufrecht erhalten wollen, selbst dann wenn Petrus diese Veranstaltungen weiterhin so unfreundlich begleitet. War es in Kopenhagen der heftige Wintereinbruch, erlebten die Teilnehmer in Cancun am 9. Dezember mit 11° C den kältesten Tag im Dezember seit 100 Jahren. Ein himmlischer Hinweis darauf, dass sich das Ziel die globale Temperaturerhöhung auf 2° C zu begrenzen, allein durch das Abhalten großer Klimakonferenzen erreichen lässt. Im Schlusspapier heißt es, dass die Erderwärmung „wahrscheinlich“ durch Menschen verursacht wird. Eine kleine Silbe, „un“ lässt den ganzen Zirkus überflüssig werden. Seit über 20 Jahren werden wir bombardiert mit Katastrophenszenarien, von beschleunigter Erwärmung von immer schneller steigenden Meeresspiegel. Jedes Extremwetter ist gut für neue Angstparolen. Und was sind die Fakten? Von 1990 bis etwa 2000 sind die Temperaturen leicht ca. 0,3° C angestiegen. Das wärmste Jahr war das El Nino Jahr 1998. Seitdem stagnieren beziehungsweise sinken weltweit die Temperaturen. In Europa erleben wir den dritten etwas kälteren Winter in Folge. Der Meeresspiegel steigt seit der letzten Eiszeit mit immer schwächerer Tendenz, in den letzten 100 Jahren um circa 3 mm jährlich. In den letzten Jahren nicht mal mehr um diesen Betrag. Wo ist da Beschleunigung? Und Extremwetter? Ja die Versicherungen haben höhere Ausgaben, weil die versicherten Werte zunehmen und teurer geworden sind. Statistisch sieht selbst der Weltklimarat keine Zunahme von Extremwetter. Ein letzter Gipfel der Unglaubwürdigkeit ist die Behauptung, dass die kälteren Winter hier eine Folge der Klimaerwärmung seien. Denn das immer weiter zurückgehende Eis im Polarmeer würde bewirken das Wasser- und Luftströme eine andere Richtung einnehmen, was dann zu kälteren Wintern hier führen würde. Peinlich nur, die geringste Eisbedeckung im Polarmeer hatten wir 2007 seit dem wächst die Bedeckung wieder kontinuierlich an. Und sehr milde Winter hatten 2006/07 und 2007/08, sehr logisch. Ich denke es wird hohe Zeit der Silbe „un“ den ihr gebührenden Platz einzuräumen. Die gewünschte Begrenzung von 2° C maximale Erwärmung wird wohl trotzdem eingehalten werden, hoffentlich wird sie nicht um diesen Wert unterschritten.