„CDU sät Misstrauen und verbreitet Unwahrheiten!“

Landtagsabgeordnete Petra Emmerich-Kopatsch verteidigt vorgelegten Schulgesetzentwurf

Die SPD-Landtags-Abgeordnete Petra Emmerich-Kopatsch setzt sich gegen die Kritik ihres CDU-Kollegen Rudolf Götz zur Wehr. Dieser hatte den von der rot-grünen Landesregierung vorgelegten Schulgesetzentwurf als „Chancen-Vernichtungs-Gesetz“ bezeichnet. Emmerich-Kopatsch erklärt dazu: „Das eingebrachte Schulgesetz ist ein Bildungschancengesetz. Die Kernpunkte seien die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren, wie im Dialogforum „Zukunft der Gymnasien stärken“ einvernehmlich vereinbart. Für die Schüler ergebe sich eine erhebliche Entlastung und damit mehr Zeit zum vertieften Lernen.

Für die Lehrer reduziere sich der Korrekturaufwand, aufgrund der kleineren Klassen, aber auch, weil weniger Klausuren notwendig sein werden. Die Integrierte Gesamtschule zur ersetzende Schulform zu machen, stärke die Vielfalt des Schulsystems und gefährdet nicht die Gymnasien. Das Gymnasium sei nach wie vor die beliebteste Schulform.

Das Land gebe nichts vor, sondern die Schulträger Landkreis und Stadt entscheiden sachlich fundiert über die jeweiligen gewünschten Schulformen und dies sicher nicht ideologisch, wie von der CDU behauptet.

Der Landkreis Goslar, so Emmerich-Kopatsch, habe die Wünsche der Eltern fest im Blick. Eine Ausweitung der IGS stehe derzeit nicht auf dem Programm des Landkreises, wie auch Rudolf Götz als Kreistagsabgeordneter wissen werde. Schließlich werde dort intensiv über die Schullandschaft diskutiert und letztendlich auch entschieden.

Für Seesen seien keine Veränderungen zu erwarten, hier beschäftige man sich zurzeit mit dem Wunsch der Eltern der Oberschule auf Einrichtung einer Oberstufe. Hierzu werde es die vorgeschriebene Elternbefragung geben.
In den größeren Städten im Land bestehe laut Emmerich-Kopatsch allerdings vermehrt der Wunsch, Integrierte Gesamtschulen zu gründen. Das sei aber schon vor 2013 zu beobachten gewesen. Dementsprechend wurden die meisten Integrierten Gesamtschulen in Niedersachsen von der CDU/FDP-Vorgängerregierung genehmigt“, so Emmerich-Kopatsch.

Statt das Schulgesetz im Landtag vernünftig zu beraten, säe die CDU Misstrauen und verbreite Unwahrheiten. Schüler werden nicht zwangsweise in einer Schulform beschult. Der Elternwillen zähle und das sei auch gut so. Emmerich-Kopatsch abschließend: „Statt rückwärts gewandter Debatte erhöhen wir die Entwicklungsmöglichkeiten für alle Schüler, so Emmerich-Kopatsch. Wir werden eine breite Anhörung durchführen und diese auswerten bevor wir das Gesetz beschließen. Das Verfahren ist transparent und dialogorientiert, unter CDU und FDP war das nicht so.“