„Crazy Arrows“ – Ein verrücktes Würfelspiel mit Pfeil und Bogen

Die Seesener Bogenschützen hatten ihren Spaß in Hornburg. (Foto: bo)

Union-Bogenschützen nahmen an einem Turnier der besonderen Art teil

Seesen (wf). Es war wieder ein Spaßturnier der ganz besonderen Art, das bei der Schützenbrüderschaft in Hornburg, genau passend zur 5. Jahreszeit, ausgerichtet wurde. Am Sonntag sollten Kniffel, Straßen und „Volle Häuser“ nicht gewürfelt, sondern geschossen werden. Gerade für junge Bogenschützen des SV Union Seesen stellte das ein gewisses Problem dar, denn normalerweise ist man doch vom Trainer angehalten, möglichst die Mitte der Scheibe zu treffen – diesmal nicht? Leicht irritiert machten sich die Schützen also ans Werk, gezielt, nicht das Gold zu treffen, wenn die Gewinnkarte es forderte.
Für die Unioner waren zwölf Schützen nebst Trainer, Betreuer und Fanclub angereist, um die Gegnerschaft aufzumischen. Aufgezählt von Klein nach Groß wurden folgende Siege eingefahren: Niklas und Vanessa Martin begeisterten mit 183 und 146 Punkten, Sarah Brenning siegte mit 164 Zählern, und Jan Brennecke schoss satte 192 Ring. Kevin Rudolph überzeugte mit 248 Punkten und holte auch noch den Sieg beim Paarschießen zusammen mit Marcel Albrecht. Wer sich fragt, was Paarschießen nun wieder ist, sollte erfahren, dass einer eben den Bogen hält und zielt, während der Partner die Sehne auszieht und den Pfeil löst. Echt kompliziert, wenn man dann wirklich etwas treffen möchte. Wie so etwas in Aktion aussieht, ist auf der Internetseite www.bogensport-seesen.de in kleinen Videos festgehalten. Den Doppelpack-Spaß haben übrigens auch Sarah und Jan mitgemacht, die sich beide ins Finale schossen.
Gut platziert hatte sich außerdem Dorian Lüders, der mit 88 Ring den zweiten Rang bei den Junioren belegte. Die B-Schüler Hendrik Wehe (8/107), Marian Lüders (9/73) und Hagen Leopold (11/48 ) waren „stets bemüht“, den wirren Anforderungen gerecht zu werden, aber irgendwie fehlte das Quäntchen Glück, das man halt braucht, wenn einem noch die Drei fehlt und mit einer Zwei oder Vier rein gar nichts anzufangen ist. Bei den Altersklässlern Ralf Brenning (7/138 ) und Matthias Brennecke (8/117) sah es ähnlich aus. Aufgrund der ausgelassenen Stimmung tangierte sie das allerdings nur peripher. Neben der Seesener Fangemeinde konnten Trainer Jürgen Salewski und Jugendbetreuer Wilfried Falk dem Treiben überaus gelassen zusehen. Die jungen Schützen waren allesamt gut drauf und wurden gerechterweise abschließend einheitlich belohnt. Es gab keine Pokale, sondern große Bonbonnieren, auch für diejenigen, die irgendwie mit der Verrücktheit des Turniers nicht so recht klar kamen. Damit bleibt das sympathisch-chaotische Gesamtgeschehen „Crazy Arrows“ sicher gut in Erinnerung.