„Dabei liegt die Lösung vor der Tür“

Zum Thema „Schnelles Internet in Seesen bereits ab Januar 2011“ („Beobachter“ vom 9. Oktober) schreibt Peter Warnecke, Hahausen:

Wer in Seesen wohnt, kann sich über die Millioneninvestition der Telekom freuen. Wie aber läuft es in den weiteren Gemeinden in den Gebieten der sogenannten weißen Flecken, wie zum Beispiel Hahausen, die in den Ausführungen von Herrn Jacobfeuerborn nicht genannt wurden? Während die Telekom in Sachsen-Anhalt den Ausbau der neuesten Generation des schnellen Internets (LTE) vorantreibt – der erste Funkmast wurde bereits eingeweiht – gibt es in den kleineren Ortschaften nur Funklösungen 2. Klasse von Privatanbietern. Haben der Landkreis, die Hauptverwaltungsbeamten und die Netzagentur im August d. J. die Weichen schon gestellt, ohne die Bürger über die Ergebnisse der Bedarfsumfrage und die daraus abgeleiteten vorgesehenen Maßnahmen zu informieren? Warum wwerden zum Beispiel Lutter und Nauen versorgt und Hahausen nicht? Liegt es an den Kosten? Immer mehr Programme erfordern hohe Update-Raten. Ohne schnelles Internet sind die Handwerks-, Landwirtschaftlichen -und Dienstleistungsbetriebe auch in Hahausen nicht mehr konkurrenzfähig. Dabei liegt die Lösung vor der Tür.
An der B 248 laufen die Hauptkomunikationsleitungen (Glasfaserkabel) in Richtung Berlin. Ein Anschluss von Hahausen für die Telekom bei der von der Politik (dem Steuerzahler) bezuschussten Millioneninvestition, eine Kleinigkeit. Weiterhin steht ein bereits für den Mobilfunk installierter Funkmast in der Feldmark Hahausen mit Ausrichtung ins Lutterbecken und Rhüden für eine kostengünstigere Funklösung zur Verfügung.
Beim Landkreis Goslar war zu erfahren, dass Hahausen erst in der 2. Ausbauphase (wenn dann noch Geld da ist!) berücksichtigt werden soll. Private Anbieter sollen Funklösungen anbieten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Bürger zum einen den Telefonanschluss der Telekom und zum anderen die monatliche Gebühren der Privatprovider bezahlen muss. Ein Providerwahlrecht besteht nicht. Das Telekomunikationsgesetz sieht kein Recht auf Grundversorgung mit schnellen Internetanschlüssen vor. Trotzdem sollte jeder Bürger nach unserem Grundgesetz die gleichen Rechte haben.