Dachterrasse der Asklepios Klinik um einen Blickfang reicher

Seit einigen Tagen lädt ein buntes Wandmosaik auf der Dachterrasse die Patienten und Besucher auf eine Erkundungstour ein.

Ein Mosaikkunstwerk aus den Händen des Künstlers Hans-Georg Brandt aus Lutter ziert seit einigen Tagen eine Wand der Dachterrasse der Klinik für Neurologische Frührehabilitation. Es soll die visuelle und taktile Stimulation der Sinne anregen.

Von Antonio Mateo

Unter großer Beteiligung wurde auf der Dachterrasse der Klinik für Neurologische Frührehabilitation ein Mosaikkunstwerk enthüllt und seiner Bestimmung übergeben. Seitdem im Jahre 2011 Mitarbeiterinnen der Abteilung für Ergotherapie ein Konzept für die Neugestaltung der Dachterrasse erstellt und mit dessen Umsetzung begonnen hatten, hat die Dachterrasse deutlich an Attraktivität gewonnen. Das Konzept sieht vor, einen ergänzenden Erlebnisraum zu schaffen. Die Dachterrasse sollte zu einem Ort des individuellen Rückzugs oder für den gemeinschaftlichen Aufenthalt werden, um so das Leben im Krankenhaus zu bereichern. Auf der Dachterrasse bekommen Patienten und Angehörige die Möglichkeit, eine kurze Zeit dem häufig tristen Krankenhausalltag zu entrinnen. Die Gestaltung der Dachterrasse erfuhr jetzt mit der Enthüllung des Mosaiks des hiesigen Künstlers Hans-Georg Brand ihren vorläufigen Höhepunkt.

Nicht nur ein Mosaik

„Die Oberfläche des Mosaiks veranlasst den Betrachter, die Hand zur Erfahrung der unterschiedlichen Strukturen, Erhebungen und verschiedenen Materialien zu benutzen. Die Farbauswahl wirkt beruhigend auf den Betrachter, der Lichteinfall verändert ständig die Oberflächenansicht. Durch die Verwendung von kleinen Spiegelflächen eröffnen sich für den Benutzer unterschiedliche Perspektiven“, betont der Künstler gegenüber dem „Beobachter“. In seiner Rede erklärte der Künstler, dass er dem Mosaik bewusst keinem Thema untergeordnet habe um jedem Interessierten die Möglichkeit zu eröffnen, eigene Formen und Farbwege zu verfolgen. Die Größe des Mosaiks erlaubt es, bei verschiedenen Besuchen immer wieder etwas Neues zu entdecken. Insgesamt hat der Künstler gut 75 Tage in der Werkstatt am Mosaik gearbeitet und rund anderthalb Wochen für den Aufbau und die Vervollständigung auf der Dachterrasse benötigt.

Angebot gut für die Patienten

„Diese Dachterrasse spricht unsere Patienten auf unterschiedlichen Ebenen an und lässt sie mit allen Sinnen genießen. Das Plätschern von Wasser, die Klänge vom Holzxylophon, die duftenden Kräuter und das neue Wandmosaik sind wichtige Bausteine unseres Therapiekonzeptes auf der Dachterrasse“, erklärt Dr. med. Randall Thomas, Leitender Oberarzt der Klinik für Neurologische Frührehabilitation und Rehabilitation. Die leitende Ergotherapeutin Claudia Golke beschrieb die einzelnen Konzeptaufbauten der Dachterrasse von der Idee bis zur Realisierung. In den Asklepios Kliniken Schildautal wurde bereits 2004 die Idee geboren, einen Therapiegarten mit und für die Patienten der Klinik für Neurologische Rehabilitation zu gestalten. Durch die tatkräftige Unterstützung von Frau Astrid Bethe-Glahn und Fr. Jutta Bethe (Ergotherapeutinnen) nahm dieses Konzept im Bereich der Neurologischen Frührehabilitation zunehmend Gestalt an. Nach dem ersten Entwurf für die Dachterrasse im Jahre 2011 konnte nun, drei Jahre später, mit dem Wandmosaik ein weiterer Konzeptaufbau seiner Bestimmung übergeben werden.