„...damit der Tag gut anfängt!“

Redaktionsleiter Ulrich Kiehne erklärt, wie die Geschichten und Bilder in die Zeitung kommen.
 
Claudio Farabella zeigt, wie Bilder bearbeitet werden.

Ferienpasskinder lernen die Tageszeitung „Beobachter“ kennen

Seit 1875 gibt es ihn schon in Seesen – den Seesener „Beobachter“! Über 138 Jahre berichtet die lokale Tageszeitung über (fast) alles, was in Seesen und Umgebung geschah. Früher noch in schwarz-weiß und mit wenigen Bildern, heute optimal strukturiert und farbenfroh soll er die Leser informieren und unterhalten. Aber was passiert eigentlich hinter den Kulissen des „Beobachter“? Wer schreibt die Geschichten und wie kommt die Gazette morgens früh druckfrisch auf den Frühstückstisch?

Insgesamt elf Ferienpasskinder wollten es genau wissen und begaben sich zusammen mit Chefredakteur Ulrich Kiehne auf eine spannende Reise durch das Gebäude des „Beobachter“. Zuerst wurde ein kleiner Stopp im Archiv eingelegt. Hier wurde erklärt, dass es vor der ersten Zeitung eigentlich nur die Mundpropaganda, also das Erzählen von Geschichten, ohne diese aufzuschreiben, gab, bis dann die ersten Zeitungen entstanden. Danach widmeten sich die Kinder dem Vergleich des heutigen „Beobachter“ gegenüber einer Ausgabe aus dem Jahr 1938. Auch der Aufbau des aktuellen „Beobachter“ und die Gliederung in einen überregionalen und lokalen Teil interessierte die Kinder sehr. Kurz wurde auch geklärt, wie viele der jungen Interssierten schon die Zeitung lesen und was sie alles über aktuelle Themen wissen.

In der Redaktion werden nicht allein Texte geschrieben

Weiter ging es in die Redaktion, der Ort, in dem die Texte produziert werden. Ein kurzer Blick auf die noch bilderlosen Vordrucke der nächsten Ausgabe verriet den Kindern, dass eine ganze Menge mehr gemacht werden muss, als „nur“ die Texte zu schreiben. Auch die Anordnung der einzelnen Meldungen sowie die Auswahl der Bilder gehören zu den Aufgaben eines Redakteurs. Damit die Ferienpasskinder einmal einen praktischen Einblick in die Arbeit der Redaktion bekamen, wurde das ganze natürlich auch an einem Beispiel vorgeführt.
Nachdem gezeigt wurde, wie die Texte entstehen, fehlte nur noch ein Einblick in die Bildbearbeitung. Gerne zeigte hier „Beobachter“-Mitarbeiter (Technik) Claudio Farabella den Kindern, wie die Bilder für die Zeitung bearbeitet werden. Dazu wird zuerst die benötigte Größe des Bildes ausgemessen und das entprechende Bild nach diesen Maßen am Computer zugeschnitten.
Fehlen tut nun nur noch die Bearbeitung von Farbe und Kontrast, sodass das Bild gut erkennbar in der Zeitung abgedruckt werden kann.
Zum Abschluss der kleinen Expedition mussten die Ferienpasskinder noch die Frage beantworten, auf welchen Wegen man denn wohl alles eine Zeitung bekommen kann. Viele wussten, dass der „Beobachter“ nicht nur in ausgedruckter Form in den Geschäften erhältlich ist, sondern auch ganz bequem per Abonnement nach Hause geliefert wird oder – in gekürzter Form – auch online zu lesen ist. Natürlich wurden noch Fragen beantwortet, wieviel zum Beispiel eine Ausgabe kostet oder wie die Informationen zur Redaktion kommen.
Als die Kinder das „Beobachter“-Gebäude wieder verließen, waren sie um einige Informationen über die Zeitung im Allgemeinen und den „Beobachter“ im Besonderen reicher. Mit einem kleinen Präsent wurden die Kinder schließlich wieder in die Ferien entlassen.