Das Sehusafest nähert sich mit großen Schritten

Das Sehusafest ist eine feste Insitution und Anziehungspunkt für viele Besucher aus nah und fern.
 
Vielfalt ist beim Sehusafest kein Phrase, sondern Programm.

38. Auflage des Historienspektakels verspricht erneut ein unvergessliches Erlebnis zu werden

Von Maximilian Strache,
Seesen

In zwei Wochen ist es endlich wieder soweit: Denn am Sonnabend, 1. September, öffnet das Historische Sehusafest bereits zum 38. Mal seine Pforten. Was vor 38 Jahren als Fest zum 100-jährigen Bestehen der Stadt Seesen begann, hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem Publikumsmagneten entwickelt, der seine Strahlkraft weit über die Grenzen der Stadt hinaus entfaltet. Das Sehusafest ist schon seit Jahrzehnten nicht mehr nur eine Veranstaltung für die Bevölkerung der Vorharzstadt, sondern das größte Historienfest Norddeutschlands, das nicht ausschließlich bei Fans mittelalterlicher Kultur, Musik und Lebensart höchste Anerkennung genießt.
An den Tagen des Sehusafes­tes verwandelt sich Seesen Jahr für Jahr in eine mittelalterliche Stadt mit Gauklern, Künstlern, Rittern und Musikkapellen. Das historische Fest ist ein Erlebnis für die ganze Familie, denn der Historienfestverein zu Seesen, der für die Organisation der Veranstaltung zuständig ist, achtet genau darauf, dass keine Altersgruppe an den zwei Tagen zu kurz kommt.
Auch in diesem Jahr hat das Team um die Mutter und Begründerin des Sehusafestes, Elisabeth Paetz-Kalich, und Schatzmeister des Vereins, Peter Schuster, ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Neben vielen altbewährten und beliebten Aktionen und Künstlern setzen die Sehusafest-Macher in diesem Jahr auch auf einige Neuerungen.
Diese Entscheidung ist neben einer Erweiterung des Festprogramms dem Umstand geschuldet, dass in Goslar zeitgleich das Altstadtfest über die Bühne geht. Peter Schuster machte im Gespräch mit dem „Beobachter“ deutlich, dass dies „ein echter Hammer“ sei. „Die Organisatoren des Goslarer Altstadtfestes wissen seit vielen Jahren, dass wir das Sehusafest immer am ersten Septemberwochenende veranstalten. Die Argumentation der Verantwortlichen, dass einige Aussteller am zweiten Septemberwochenende, an dem das Altstadtfest gewöhnlich durchgeführt wird, andere vertragliche Verpflichtungen haben, ist für uns nicht ganz nachvollziehbar“, so Schuster.
Um der Goslarer Konkurrenz ein Schnäppchen zu schlagen wurde das Festprogramm also kurzerhand um spannende Attraktionen erweitert. So wird an beiden Festtagen eine mittelalterliche Falknerey vor dem Jagdschloss ihre Zelte aufschlagen und für eindrucksvolle Unterhaltung sorgen. Die Besucher haben am Sonnabend und am Sonntag die Gelegenheit sich über die verschiedenen Greifvögel und die Arbeit einer Falknerey zu informieren. Als besonderes Highlight wird es zudem Greifvögel-Flugshows geben. Am Sonnabend wird die Show um 14 und 18 Uhr, und am Sonntag um 12 und 17 Uhr dafür sorgen, dass die Besucher ihre Köpfe in den Himmel recken.
Und auch auf dem Handwerkermarkt wird es einiges Neues zu entdecken geben. Unter anderem werden ein „Pfeifenschnitzer“ und ein Wagenrad-Bauer Einblicke in ihre faszinierende Arbeit geben. Kindern wird beispielsweise das „Mäusetheater Traumaus“ beste Unterhaltung bieten. Das Mäusetheater ist übrigens nach längerer Pause wieder beim Sehusafest dabei.
Einen besonderen Festschwerpunkt wird bei der 38. Auflage des Historienspektakels natürlich erneut das Musikprogramm bilden. Dem His­torienfestverein ist es unter Federführung von Peter Schuster zum wiederholten Male gelungen die bundesweit erfolgreiche Mittelalter-Combo „Cultus Ferox“ zu engagieren. Die Band hat übrigens ein festes Engagement bis zum Sehusafest im Jahr 2017 unterzeichnet. Zum ersten Mal beim Sehusafest wird das Gaukeley-Duo ASTO auftreten. Die Lokalhelden von Pestilenzia werden selbstverständlich auch wieder dabei sein.
Und dass auch im Jahr 2012 das Schauspiel um „Die Sage vom Silberhohl“ einen prominenten Platz im Festprogramm gefunden hat, versteht sich eigentlich von selber.
Zu guter Letzt darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass sich der Historienfestverein neben dem spektakulären Programm auch um die Optimierung der Kulissen gekümmert hat. Am eindrucksvollsten dürfte der Neubau des Stadttores sein, der deutlich größer ausfällt als das Vorgängermodell. Zudem wird auch die Silberhohlbühne mit einer größeren überdachten Bühne aufwarten. Damit trägt der Verein vor allem den Wünschen der Musiker Rechnung, die ihre seltenen Instrumente auf keinem Fall Regen aussetzen dürfen. Alles in Allem können wir uns schon heute sicher sein, dass die Seesener und alle Gäs­te von nah und fern ein riesiges Spektakel erwartet.