Defekter Waschmaschinenschlauch: Wasser lief durch mehrere Etagen

In den Räumen der Steuerberaterin ergossen sich Teile der Lehmdecke mit Wasser vermischt über Inventar, Unterlagen, Computer- und Drucktechnik.

Ein defekter Waschmaschinenschlauch in einer Wohnung in der oberen Jacobsonstraße löste am vergangenen Freitagabend einen Feuerwehreinsatz aus. Das ausgetretene Wasser lief vom Dachgeschoss des älteren Fachwerkhauses durch Lehmdecken und Wände bis ins Erdgeschoss. Zwei Gewerbeeinheiten wurden stark beschädigt.

Die Seesener Feuerwehr wurde gegen 20 Uhr zu einem "Wasserrohrbruch" in die Innenstadt alarmiert. In einer dort ansässigen Spielhalle kam Wasser durch die Decke. "Ich stand mit meiner Kollegin hinterm Tresen, als es anfing zu tröpfeln. Erst dachte ich es regnet draußen stark und es kommt irgendwo durch.", berichtete die 47-jährige gegenüber der Zeitung. Sie beschrieb weiter wie sie miterlebte als die ersten Deckenplatten vollgesaut mit Wasser runter stürzten und sie bei den Nachbarn oben klingelte. Als nicht geöffnet wurde setzten sie den Notruf ab.

Die herbeigerufenen Einsatzkräfte öffneten gewaltsam die Tür zur Steuerberatungskanzlei im Obergeschoss des Hauses. Was die Feuerwehrleute dort vorfanden sprengte jede Vorstellungskraft. In den Räumen der Steuerberaterin waren Lehmdecken eingestürzt, Inventar, Computer-Technik und Unterlagen zerstört und stark beschädigt worden. Schnell war klar, die Ursache liegt noch eine Etage darüber, im Dachgeschoss. Fast zeitgleich mit der geplanten Zwangsöffnung der Dachgeschosswohnung trafen die Mieter ein. Die Dachgeschosswohnung stand unter Wasser. Auslöser war ein defekter Waschmaschinenschlauch. Das Wasser suchte sich seinen Weg vom Dachgeschoss bis ins Erdgeschoss und richtete dabei hohen Sachschaden an. Das Wasser drang dabei in Lehmdecken und Wände ein und suchte sich seinen Weg bis in die Spielhalle im Erdgeschoss des Hauses.

Nach Angaben des Ortsbrandmeisters Wolfgang Sachse, bestand die Gefahr, das auch ganze Decken einstürzen könnten. Entsprechend vorbereitet und vorsichtig gingen die Einsatzkräfte im Gebäude vor.

Die Bewohner und Betriebe werden noch länger die Auswirkungen des Wasserschadens zu spüren bekommen, denn das Gebäude werde nun erst mal getrocknet werden müssen bevor die Renovierungsarbeiten beginnen können und der Alltag in das Haus in der Jacobsonstraße wieder einkehre. Mehr als 20 Kräfte der Feuerwehr und Polizei kamen zum Einsatz.