Dem Brauchtum der Heimat verbunden bleiben

Die Jugendgruppe des Harzklub-Zweigvereins unter der Leitung von Antje Große.

Pünktlich zum Beginn des Heimatnachmittages an der Wandererhütte Neckelnberg ließ sich die Sonne blicken

Seesen (hz). Ganz im Zeichen der Bergmänner stand der Heimatnachmittag an der Neckelnberghütte am vergangenen Sonntag. Pünktlich zu Beginn der Veranstaltung klarte der Himmel auf, und die Sonne ließ sich wieder blicken, um den Gästen und Organisatoren einen echten Harzer Nachmittag zu bescheren.
Begrüßt wurden die Gäste, darunter Erik Homann, Rudolf Götz und Jürgen Ebert, durch den 1. Vorsitzenden des Harzklub-Zweigvereins Seesen, Horst Schiller. Dass das Programm des Feuerwehrmusikzuges aus Thüdinghausen aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen am Vormittag abgesagt werden muss­te, bedauerten sowohl Besucher als auch der Harzklub selbst.
Die Stimmung konnte allerdings durch das Programm der Jugendgruppe schnell wieder aufgeheitert werden. Da passte nicht nur das Lied „Es steigt die Sonne aus den Wäldern“ optimal zum Wetter, sondern auch „Der Bergmann im schwarzen Gewand“ und „Harzer Käse mit Gänseschmalz“ waren passend ausgewählt.
Bei einem köstlichen Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee wurden Besucher, Gäste und Harzklubler zum Mitschunkeln und Plaudern eingeladen. Die Heimatfreunde erhielten dabei einen Einblick in das breite Spektrum des Harzer Brauchtums. Dazu gehört neben der Volksmusik auch das Jodeln, der Volkstanz, das Peitschenknallen sowie die Darstellung alter Berufe und Trachten. Nur wenige wissen jedoch, dass der Harzklub am 8. August 1886 in Seesen gegründet wurde, und der damalige Eisenbahndirektor Albert Schneider zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Nicht allein deswegen ist die Wandererhütte Neckelnberg immer wieder ein beliebter Ort, um Tradition und Gemeinschaft zu pflegen.
Zu Gast war auch der Volkstanzkreis aus Winsen, der das Programm unterhaltsam mitgestaltete. Die Devise des Volkstanzkreises lautet: „Miteinander tanzen“. Das verbindet Alt und Jung seit mehreren Generationen: Einige Tänzerinnen und Tänzer der „ersten Stunde“ im Jahr 1950 sind immer noch aktiv dabei und zeigen, wie viel Spaß Brauchtumspflege machen kann.