Den Mangel verwalten

Oberlandeskirchenrat Hans-Peter Vollbach. (Foto: Koch)

Propstei-Synode stellt die Weichen für eine langfristige Planungssicherheit

Auch die Propstei Seesen muss sich – wie die gesamte Landeskirche in Braunschweig – den Herausforderungen der Zukunft stellen.

Dazu gehört vor allem die pfarramtliche Versorgung in der Fläche. Die Landessynode hatte im Vorfeld dazu bereits die richtigen Weichen gestellt, indem sie die Zahl der Pfarrstellen im Land auf einem relativ hohen Niveau festgeschrieben hatte.
Trotzdem sind die Zeiten, in denen der Pfarrer nebenan und die Pfarrerin gleich um die Ecke wohnen vorbei. Künftig sind die Kirchenvorstände aufgerufen, sich in sogenannten Gestaltungsräumen zu etwas größeren Einheiten zusammenzuschließen.
Ein auf Propstei-Ebene eigens zu diesem Zweck gebildeter Stellen- und Strukturplanungs-Ausschuss unter Vorsitz von Pfarrer Tim-Florian Meyer, Seesen, stellte während der Tagung der Synode erste Entwürfe vor. Danach würde sich die Propstei Seesen in vier Gestaltungsräume aufgliedern, in denen zwölf vollzeitliche Pfarrstellen-Inhaber und Inhaberinnen ihren Dienst versehen würden.
Der Sinn einer solchen Quartierbildung liegt vor allem in der sich dann recht zwanglos ergebenden Kooperation, der im jeweiligen Quartier agierenden Amtsträger und Amtsträgerinnen. Dadurch kann dann nach dem Willen der Planenden die Qualität der Seelsorge auf längere Sicht aufrechterhalten bleiben. Oberlandeskirchenrat Hans-Peter Vollbach aus Wolfenbüttel stellte im Rahmen dieser Zukunftsplanungen die Überlegungen der Landeskirche zu diesem wichtigen Themenkomplex vor. Diese werden in Kürze in Schriftform jedem Mitglied der Kirchenvorstände persönlich zugestellt. Den Überlegungen liegen die christlichen Grundwerte einer gerechten Solidarität zugrunde.
Da die Propstei Seesen sich schon lange vor diesen Veränderungen mit den Zukunftsfragen aktiv auseinandergesetzt hatte, ist sie mit der Stellen- und Verteilungsaufgabe bereits jetzt schon auf einem bestens aufgestellten Stand. Daher besteht jetzt genügend Zeit, um in aller Ruhe die anstehenden Veränderungen im entspannten Dialog mit allen Beteiligten zu planen und positive Ergebnisse zu erzielen.