Den Musikraum zum Konzertsaal umfunktioniert

Till Spohr gab Informationen zum Kontrabass und entführte die Schüler in die Welt der Klassik.

Fan Yang und Till Spohr im Rahmen des Projektes „Klassik im Klassenzimmer“ zu Gast bei den sechsten Klassen

Seesen (hz). Das Projekt „Klassik im Klassenzimmer“ im Rahmen des Goslarer Musikfestes vermittelt regelmäßig Besuche professioneller Musiker in Schulen, die von ihrer Arbeit erzählen und gemeinsam mit den Kindern musizieren. Über einen solchen Musikunterricht der etwas anderen Art konnten sich die Schülerinnen und Schüler der Realschule Seesen und des Jacobson-Gymnasiums vor Kurzem freuen.
Zu Gast waren Fan Yang und Till Spohr mit Cello und Kontrabass, die den Musik­raum in einen kleinen Konzertsaal umfunktionierten. Auf die Schülerinnen und Schüler wartete jedoch kein herkömmliches Konzert, sondern eine lebendige Demonstration der beiden Musikinstrumente. Die professionell gestaltete, ju­gend­orientierte Einführung in die klassische Musik soll den Kontakt zum Publikum von morgen aufbauen und dabei helfen, das Interesse an klassischer Musik an die nächste Generation weiterzugeben. Dabei erhielten die Schüler nicht nur interessante Erläuterungen zu den Instrumenten, sondern auch musikalische Kostproben, bevor sie etwas später aktiv in das Projekt mit eingebunden wurden.
Besonders der praktische Teil am Ende der Stunde bereitete dem neugierigen Publikum viel Spaß. Hier durfte jeder die Instrumente selbst einmal in die Hand nehmen und ausprobieren. Während sich die Jungs mit großer Euphorie auf das größere der beiden Musikinstrumente – den Kontrabass – stürzten, tasteten sich die Mädchen vorsichtig an das Cello heran. Fan Yang und Till Spohr nahmen sich für jeden Schüler und jede Schülerin Zeit, um ihnen den richtigen Umgang und das richtige Halten des jeweiligen Instrumentes zu zeigen. Das war gar nicht so leicht, wie es bei den Künstlern anfangs ausgesehen hatte. Am Ende des Projektes mussten die Schüler feststellen, das klassische Musik gar nicht so trocken ist, wie sie gedacht hatten: „Eigentlich ist das sogar ganz cool!“