Der Biermarkt bleibt hart umkämpft

Walter Schmidt (rechts), Vorstand Vertrieb und Marketing der Einbecker Brauhaus AG präsentiert zusammen mit Marketingleiter Ingo Schrader den neuen Einbecker 30 x 0,33 Liter Kasten. (Foto: Bertram)

Einbecker Brauhaus AG: Trotz rückläufiger Entwicklung zurück in die Gewinnzone

Die Einbecker Brauhaus AG ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 trotz rückläufiger Entwicklung des Gesamtmarktes wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das Geschäftsjahr wurde geprägt von hohen Investitionen in den Einbecker Markenauftritt, verbunden mit der Einführung einer innovativen Mehrwegverpackung.
Der Gesamtbierabsatz in Deutschland ist im letzten Jahr dem langfristigen Trend gefolgt und verlor gegenüber dem Vorjahr um 1,8 % und lag bei 96,8 Millionen Hektoliter. Der Inlandsabsatz der deutschen Brauereien ging im gleichen Zeitraum um 2,1 Prozent auf 81,0 Millionen Hekoliter zurück. Somit sank der statistische Pro-Kopf-Verbrauch von 107,2 l auf 105,5 l im Jahr 2012. Weiter gesunkene Abgabepreise und eine erhöhte Aktionsfrequenz bei nationalen Pilsmarken konnten den Absatzrückgang nicht verhindern. Bei diesem ruinösen und wertevernichtenden Preiskampf werden nicht selten Einkaufsvorteile von 30 Prozent und mehr ausgelobt.
Im umkämpften Biermarkt hat sich die Einbecker Brauhaus AG diesem rückläufigen Abwärtstrend nicht entziehen können. Der Gesamtbierabsatz 2012 lag um 42 Tausend Hektoliter unter dem Absatz des Vorjahres und betrug 689 Tausend Hektoliter (-5,8 Prozent). Im 2. Halbjahr wurde gezielt auf 15 Tausend Hektoliter margenschwachen Export-Absatz verzichtet.
Aufgrund der in 2011 umgesetzten Kapitalmaßnahmen und Sonderabschreibungen sowie einem straffen Kostenmanagement und der erfolgreichen Einführung von Einbecker Weihnachtsbier weist die Einbecker Brauhaus AG bei einem Gesamtumsatz von 39. Millionen Euro (-4,2%) erstmals seit 2008 wieder einen Gewinn in Höhe von 91.000 Euro aus. Im traditionell schwächeren zweiten Halbjahr haben Sondereffekte das Ergebnis belastet. Die Insolvenzen von zwei Brauereien, mit denen Lohnabfüll- und Lohnbrauverträge abgeschlossen waren und die Insolvenz eines Abrechnungskontors für den Getränkefachgroßhandel, haben sich negativ auf das Jahresergebnis ausgewirkt.



Einbecker Brauhaus AG


Die Einbecker Brauhaus AG, deren Historie bis in das Jahr 1378 zurückreicht, zählt zu den bekanntesten Brauereien Deutschlands. Das „Bockbier“ - aus dem bayrischen Begriff ‚Oanpock‘ (für „Einbeck“) entstanden - hat hier seinen Ursprung. Unter der Dachmarke Einbecker bietet die niedersächsische Traditionsbrauerei ihren Kunden im Lebensmitteleinzelhandel, Getränkefachgroßhandel und Gastronomie zahlreiche Sorten und Spezialitäten im Bereich Pils und Bockbier an. Zu den 100%igen Tochtergesellschaften der Einbecker Brauhaus AG zählen die Göttinger Brauhaus AG, die Martini Brauerei, Kassel und die BrauManufaktur Härke in Peine. Die Aktie der Einbecker Brauhaus AG ist an den Börsen Hannover, Frankfurt und Berlin notiert.