Der Kelch ist an Seesen vorüber gegangen, aber...

380-kV-Leitung: Rudolf Götz zeigt sich erleichtert / Unterstützung für betroffene Kommunen signalisert

Seesen (red). In den letzten Jahren hatte man sich in Seesen sowie denStadtteilen Rhüden, Mechtshausen, Bornhausen, Bilderlahe, Engelade, Kirchberg und Ildehausen mit dem möglichen Ausbau einer 380kV-Stromtrasse beschäftigt. Die umfangreichen Vorarbeiten der Landesregierung in Hannover haben einen Rechtsrahmen und Planungsvorgaben geschaffen, die eine Trasse entlang der A7 nicht mehr ermöglichten. Vor knapp fünf Jahren, so resümierte jetzt noch einmal CDU-Landtagsabgeorndeter Rudolf Götz (Seesen) sah es noch anders aus. Seinerzeit schien es unabwendbar: Mitten durch fast alle Ortsteile der Stadt wird auf kürzestem Weg die Strecke von Wahle nach Mecklar gebaut. Durch die Regeln für die Landes­raum­ordnung, Mindestabstand von 400 Metern und 200 Metern bei Orten und bebauten Außenlagen, war es dann aber fast nicht mehr möglich, durch den eng besiedelten Raum in Seesen durchzukommen. Es sei denn, man führt eine Erdverkabelung durch. Von vielen kaum so gesehen, ist doch das Instrument der Landesraum­ordnung das schärfere Schwert für die Planungen, um die Belange der betroffenen Menschen zu berücksichtigen.
Nach der Festlegung des groben Trassenverlaufes ist nun im Planungsverfahren durch die Beteiligung der Betroffenen eine gute Lösung zu erarbeiten, so Götz.
Bedanken müsse man sich auch bei den Bürgerinitiativen in den Seesener Ortsteilen. Sie haben mitentscheidend die Interessen der Bürger vertreten. Mit Argumenten und neuen Ideen. Hier wurden die ersten Gedanken für eine Erdverkabelungslösung erarbeitet.
Gut wäre es, wenn neben der Strecke bei Göttingen, weitere Abschnitte im Raum Bockenem, Bad Gandersheim, Kreis Northeim in Erdkabelverfahren ermöglicht werden. Dazu könne auch das Planverfahren angewandt werden. Die Strecke muss bis 2015 gebaut werden. Kompromissangebote von Netzbetreiber TenneT könnten bei den Planungen helfen.
Die CDU/FDP-Gruppe ist froh, dass der Bereich Seesen nicht betroffen ist. Man wird die betroffenen Nachbarregionen dabei unterstützen, Planungen einzufordern, die für die Menschen verträglich sind. Landtagsabgeordneter Rudolf Götz ist sehr wohl weiterhin der Ansicht, dass eine HGÜ-Leitung die beste Lösung wäre.