Der Kult rund um die Fuhrmannswurst

Auf dem Foto v.l.n.r.: Rolf, Christel, Erich, Friedhelm, Elvira und Christa kommen seit vielen Jahren aus Bornhausen zur Neckelnberg-Hütte, der Fuhrmannswurst wegen. Christa hatte die längste Anfahrt, sie reiste aus Leer (Ostfriesland) an.

Seit nunmehr 32 Jahren lädt der Harzklub-Zweigverein Seesen an Christi Himmelfahrt zu seinem traditionellen Fuhrmannsfrühstück an der Wandererhütte Neckelnberg ein. Bei strahlendem Sonnenscheit und angenehmen Temperaturen drehte sich mal wieder alles um die Fuhrmannswurst.

Das Garen der Harzer Fuhrmannswurst in heißer Glut hat Kult-Charakter am Neckelnberg. Vor genau 32 Jahren holte der Zweigverein die Tradition der Harzer Fuhrmannswurst aus Braunlage nach Seesen. Und genau seit dieser Zeit veranstaltet der Verein, an Christi Himmelfahrt, das beliebte Fuhrmannsfrühstück an der Wanderhütte am Neckelnberg. Zahlreich strömten die Gäste bei tollem Christi Himmelfahrt Wetter an die „Schmorstätte“ der Fuhrmannswurst. Es fasziniert die Besucher des Glut-Spektakels jedes Jahr aufs Neue. Das Garen der Wurst ist etwas ganz besonderes. In Pergament- und Zeitungspapier eng gehüllt, muss die Harzer Fuhrmannswurst für 20 Minuten in heißer Glut begraben werden. Speziell dafür angefertigte Stiegen, nehmen rund 30 Würste je "Garvorgang" auf. Umso größer ist der Andrang bei der Ausgabe der Würstchen, denn wer sich nicht eine der 30 Würstchen ergattern konnte, musste weitere 20 Minuten auf die nächste „Wurst-Stiege“ warten. Die Mischung aus Schmor- und Schinkenwurst schmeckt im Brötchen besonders gut. Viele Gäste kommen seit vielen Jahren zur Wanderhütte um sich eine der beliebten Würstchen zu ergattern. So auch Elvira, Wolfgang und Linnea aus Seesen. „Wir kommen immer wieder gerne und im letzten Jahr haben wir genau an derselben Stelle gesessen und das Foto fand sich in der Zeitung wieder“, betont Elvira bevor sie wieder in die Wurst beißt. Am Nachbartisch eine illustre Runde aus Bornhausen. Bis zum Steinway-Park mit dem Auto und vom Park per Pedes zur Neckelnberg-Hütte. Dort angekommen ist die wohlschmeckende Fuhrmannswurst ein besonderes Highlight für die Bornhäuser.

Ganz früh am Morgen starteten die Helfer mit den aufwendigen Vorbereitungen an der Wanderhütte, damit ab 11 Uhr ausreichend Glut und heiße Asche zur Verfügung stehen. Noch vor dem Garen der ersten Wurst jedoch, fiel um 10.30 Uhr der Startschuss in Tag mit dem Christi Himmelfahrt Gottesdienst unter freiem Himmel. An diesem Feiertag sogar mit einer Taufe im Rahmen des Gottesdienstes.