Der Rhythmus, wo man mit muss...

Vor allem die Kinder hatten einen Riesenspaß.

Große Resonanz auf 21. Trommelworkshop mit Kay Boni in der Grundschule Am Schildberg

Trotz unterrichtsfreier Zeit herrschte am vergangenen Sonnabend Hochbetrieb im Forum der Grundschule Am Schildberg. Dumpfe, laute Klänge schallten durch das Gebäude; und das in einem Rhythmus, der den Zuhörer schnell in seinen Bann zog und mitgehen ließ. Kurz gesagt: Es war wieder einmal Trommelworkshop-Zeit.

Dazu hatte sich mit Kay Boni aus Langelsheim ein in Seesen bekanntes Gesicht eingefunden. Der in Ghana geborene und dort ausgebildete „Masterdrummer“ unterrichtet schon seit zwölf Jahren für die Kreismusikschule Goslar. Zuvor hatte er sich in den kulturellen Rhythmen der Elfenbeinküste, Togo, Benin, Nigeria, Burkina Faso, Mali und Guinea weitergebildet und trat mit verschiedenen Gruppen vor großem Publikum in zahlreichen europäischen Ländern auf. „Seit wir ihn für den ersten Trommelworkshop gewinnen konnten, hat das Angebot immer mehr an Attraktivität gewonnen“, sagt Organisatorin Gerlinde Albrecht von der Kreismusikschule. Mittlerweile habe sich sogar eine Gruppe von Erwachsenen zusammengefunden, die sich regelmäßig zum Trommeln treffe. Außerdem leitet Kay Boni einen Trommelkurs an der Grundschule Jahnstraße und ist regelmäßig auch in der Kurparkschule der Lebenshilfe in Seesen mit den wohl ältesten Instrumenten der Menschheit zu Gast.
Auch im Rahmen des nunmehr 21. Workshops konnten kleine und große Interessierte lernen, wie man den westafrikanischen Trommeln verschiedene Töne – von verhalten und leise bis kräftig und laut – sowie akustisch ansprechende Rhythmen entlockt. Angefangen bei den Sechsjährigen über die Jugendlichen bis hin zu den Erwachsenen waren unter den mehr als drei Dutzend Teilnehmern alle Altersstufen vertreten.
Das Prinzip ist immer das gleiche. Kay Boni gibt nach einer kleinen „technischen“ Einführung einen Rhythmus vor, dann sind seine Schützlinge an der Reihe. Das Ganze geht so lange, bis alles perfekt sitzt. Gefragt ist dabei vor allem ein großes Maß an Konzentration, schließlich müssen beide Hände richtig koordiniert werden. Das wiederum fördert Kreativität und Wahrnehmungsfähigkeit. Letztlich merkte man allen Teilnehmern an, dass ihnen das Trommeln einen Riesenspaß macht.
Wer auch einmal mit dabei sein möchte, der wird dazu höchstwahrscheinlich im Herbst Gelegenheit haben. Dann steht Workshop Nummer 22 auf dem Terminkalender.