Der Seesener „Spiegel“ beim Faslabend

Erhard Fraas wurde von Horst Schiller für besondere Verdienste geehrt.

Vorführungen der Jugend- und Heimatgruppe im Wilhelmsbad / Erhard Fraas ausgezeichnet

Der Faslabend des Harzklub-Zweigvereins Seesen ist aus dem städtischen Terminkalender nicht mehr wegzudenken. Am vergangenen Sonnabend fand die nunmehr bereits 48. Auflage statt – und wieder einmal war der große Saal im Hotel Wilhelmsbad sehr gut gefüllt.

Nach dem Begrüßungslied „Beim Harzklub ist Faslabend“ folgte sogleich der Höhepunkt des Abends – die Vorführung des Stückes „Seesener Spiegel“, in dem HZV-Vorsitzender Horst Schiller und Mascha Tillmann in den Hauptrollen brillierten. Am festlich gedeckten Frühstücks­tisch auf der Bühne nahmen sie anhand der Tageszeitung die Geschichten und Anekdoten aus Seesen und Umgebung aufs Korn. Die Jugend- und Heimatgruppe präsentierte dazu passend Lieder und vor allem die Kinder vor und auf der Bühne brachten sich gekonnt in das Stück unter der Regie von Antje Große ein. Als größte „Peinlichkeit des Jahres“ wurde hier für das Jahr 2013 der Bau des Seesener Stadttores in Erinnerung gerufen. Nach dem Programm der Jugend- und Heimatgruppe bekamen die Akteure, Antje Große, Mascha Tillmann und Gaby Hartmann Blumensträuße. Außerdem bekamen die Akkor­deonspielerinnen Sybille Hartmann und Thea Brauer Blumen. Ein weiteres Präsent ging an Bernd Wurziger für die Technik.
Zuvor hatten sich die Gäste zum Ende der Winterzeit bei Schlachtewurst und Hallerbrot, auch Hallerkuchen genannt, zünf­tig gestärkt.
Die Kinder hatten einen sogenannten „Fuie“-Busch aus Fichtenzweigen dabei, und die Besucher bekamen damit einen symbolischen „Streich“. Durch das Berühren mit dem Grünzeug soll neue Kraft für das Frühjahr eingeflößt werden.
Außerdem gehörte dazu der Strohbär, der den Winter darstellte und nun mit Musik von der Teufelsgeige, dem Akkordeon und mit dem Knallen der Fuhrmannspeitschen vertrieben werden soll. Außerdem gab es den Gaffelträger, der die gesammelten Würste an seiner Gaffel aufhing und durch den Ort trug.
All diese Szenen konnten die Besucher auch beim diesjährigen „Faslabend“ wieder erleben, und zusätzlich gab es eine gelungene Einlage der Peitschenknaller. Im Anschluss an die Vorführung folg­ten spanische Tänze der Bornäuser Tanzgruppe „Essamara“ und später ein Auftritt der „Nauener Nonnen“ mit diversen Interpretationen verschiedener Musikstars. Die Tanzgruppe „Essamara“ trat später ein zweites Mal auf und begeisterte mit orientalischen Bauchtänzen. Und auch die „Nauener Nonnen“ betraten noch ein zweites Mal die Bühne mit der Neufassung des Grimmschen Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf. Vorsitzender Horst Schiller nutzte den Faslabend zudem für eine Ehrung. Schatzmeister Erhard Fraas wurde für besondere Verdienste mit Urkunde und Ehrenzeichen in Bronze ausge-zei­chnet.