Der Wintercheck

Reifenwechsel sind wichtig: das Auto sollte man jetzt fit für den Winter machen.

So wird das Auto fit für die kalte Jahreszeit

Wer sein Auto fit durch die kalte Jahreszeit bringen möchte, sollte sich aktuell die „O bis O“, also die „Oktober bis Ostern“-Regel in Erinnerung rufen. Mit nur wenigen Handgriffen können Autofahrer jetzt wichtige Vorkehrungen treffen, um das Auto zu schonen und unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Beim Aufziehen der Winterreifen ist es ratsam, nicht erst bis zum ersten Wintereinbruch zu warten: Winterräder können bereits ab Oktober montiert werden. Dabei ist zu beachten, dass sie eine ausreichende Profiltiefe aufweisen. „Zwar liegt die gesetzliche Mindestprofiltiefe bei 1,6 Millimetern, jedoch empfehlen sich bei Winterreifen eher 4 Millimeter, um einen optimalen Grip bei Nässe, Eis und Schnee zu gewährleisten“, rät Alexander Bugge, Geschäftsführer von MeinAuto.de.
Reifen, die die empfohlene Nutzungszeit des Herstellers überschreiten oder bereits zehn Jahre auf dem Buckel haben, sollte der Fahrer ersetzen. Nach dem Aufziehen ist unbedingt der Luftdruck aller Pneus zu überprüfen. Wer in bergigen beziehungsweise schneereichen Regionen unterwegs ist, sollte zusätzlich zu den Winterreifen auch mit griffbereiten Schneeketten ausgerüstet sein.
Im Winter gefriert nicht nur das Wasser draußen in den Pfützen, sondern auch im Auto, sei es das Wasser im Scheibenwischbehälter, das Kondenswasser im Motoröl oder ein zu hoher H2O-Anteil im Kühlkreislauf. Bei Minusgraden ist ein schlecht gewartetes Fahrzeug frostgefährdet, deshalb steht der Frostschutz für Flüssigkeiten als weiterer wichtiger Punkt auf der Checkliste für ein winterfestes Auto.
Der Autohalter sollte also Frostschutz in den Kühlerkreislauf einfüllen, um Motorschäden durch Eisbildung zu vermeiden. Ob die Menge an Kühlerfrostschutz ausreicht und das Auto für Minustemperaturen gewappnet ist, lässt sich an der Tankstelle oder in einer Werkstatt mit einer sogenannten Glykolspindel einfach überprüfen. Außerdem gehört Winterreiniger mit Gefrierschutz in die Scheiben- und gegebenenfalls Scheinwerferwaschanlagen. Zu beachten ist, dass der Frostschutz für den Kühler und das Schutzmittel für die Scheiben zwei gänzlich unterschiedliche Produkte sind. Und damit auch die Türen nicht zufrieren, empfiehlt es sich, die Türdichtungen mit einem Silikonspray oder Gummipflegemittel zu behandeln. Schlüssellöcher lassen sich mit einem Enteiser schützen.
Wer seinen Pkw winterfit macht, sollte ebenso in Sachen Ausstattung an Bord auf die Tücken der Kälteperioden vorbereitet sein, gerade ein Eiskratzer sollte sich zum Beispiel im Fahrzeug befinden. Darüber hinaus sind Handschuhe und eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe wertvolle Hilfsmittel im Kampf gegen den Frost.
Vor allem jene Autofahrer, die viel auf Landstraßen oder Autobahnen unterwegs sind, sollten wärmende Decken, ausreichend Flüssigkeit und möglichst auch ein aufgeladenes Mobiltelefon mit sich führen. Tür- und Schlüssellochenteiser gehören in die Jackentasche oder sollten im Haus oder im Büro bereit liegen. Für das Anfahren bei Glätte kann es ferner hilfreich sein, einen kleinen Beutel mit Sand einzupacken.