Die Bikersaison ist endgültig eröffnet

Auch diese Jungs aus dem Eichsfeld machten gestern eine Spritztour durch den Harz.

In Torfhaus gaben sich gestern viele Motorradfahrer ein Stelldichein

Auch wenn die Prophezeiungen der Wetterfrösche hinsichtlich sommerlicher Temperaturen und Sonnenschein etwas daneben gingen, vielen Motorradfahrern diente der gestrige Sonntag einer ersten längeren Tour auf der Maschine. Die Anzahl der Motorräder auf der von Bikern gern genutzten Zwischenstation Torfhaus hielt sich jedoch in überschaubarem Rahmen.
Kein Wunder, wenn die Fahrer einen Start hatten wie Claus-Dieter Heitmann. „Als ich losgefahren bin, fing es an zu regnen“, aber der Wolfsburger dachte dennoch nicht daran, umzukehren. „Mein Kumpel, mit dem ich fahren wollte, hat jedoch abgesagt“, so Heitmann, der ohne Sozius unterwegs war. „Die erste Tour mache ich immer allein“. Da muss das Fahrgefühl nach der langen Winterpause erst einmal wiederkommen. Über Landstraßen ist er über Wernigerode und Schierke bis hierher gekommen.
Auch die Jungs aus dem Eichsfeld sind alle allein auf ihren Maschinen. Morgens sind sie in Heiligenstadt gemeinsam los, den Harz entlang und zur Kaffee- und Pinkelpause am Mittag auf Torfhaus gelandet. „Auf ein bisschen mehr Sonne hatten wir allerdings gehofft“, sagt Harald aus der Gruppe, bevor sie weiterfährt Richtung Braunlage.
„Wir haben extra einen Babysitter organisiert“, freuen sich Dirk de Boer und Svea König zwar über die gemeinsame Tour, hatten sich aber auch mehr Sonnenschein erhofft. Aus Helmstedt sind sie los, „aber erst nach dem Regen“, wie de Boer sagt. Ein bisschen frisch war es dennoch und der heiße Kaffee wärmt nicht nur innerlich. Mit Heitmann tauschen sie sich ein wenig aus. Er legt ihnen die Strecke zwischen Schierke und Wernigerode ans Herz, die schön zum gemütlichen Cruisen ist. Vor schnellem Fahren gerade in den Waldgebieten rät Heitmann ab. „Da sind immer wieder große Pfützen Tauwasser auf den Straßen, gerade in Kurven“, warnt er. Aber der Harz bietet sich ja eigentlich eher dazu an, gemütlich zu fahren und die landschaftliche Schönheit des erwachenden Frühlings zu genießen.