Die Buschtrommel: Beobachter verabschiedet Michaele Daprà

Anzeigenleiter Bernd Voß (links), Geschäftsführer Dietmar Kelm (rechts) und Chefredakteur GerdJung verabschiedeten Michaela Daprà, die mehr als 22 Jahre für den „Beobachter“ tätig war.
Nach insgesamt zweiundzwanzigeinhalb Jahren wurde Michaela Daprà bei der Tageszeitung Seesener „Beobachter“ jetzt verabschiedet. Wehmut klang mit an ihrem letzten Arbeitstag, war der Job doch in den Jahren mehr als nur ein Beruf für die aus der Pfalz (Kaiserslautern) stammende Osteröderin. Dank ihr wurden Begriffe wie „Streifis“, „Kirchens“ oder „Bullerei“ in der Redaktion salonfähig. Als Texterfasserin hat sie Artikel geschrieben, redigiert und korrigiert, sich darum gekümmert, dass für die Wochenendausgabe die „Kirchlichen Nachrichten“ und das Wort zum Sonntag auch alle rechtzeitig da sind, kümmerte sich um kulturelle Berichterstattung in Sachen Jazz und vieles mehr. Für Geschäftsführer Dietmar Kelm, Chefredakteur Gerd Jung und Anzeigenleiter Bernd Voß war es daher eine Selbstverständlichkeit, Michaela Daprà mit herzlichenWorten des Dankes zu verabschieden. Dass sie Tränen in den Augen hatte, machte deutlich, wie verantwortungsvoll sie gearbeitet und welche Bedeutung die Arbeit im Zeitungshaus für sie hatte.
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Verblassende Tradition: Wenn am Wochenende die Fußballer auf den Sportplätzen wieder dem runden Leder nachjagen, dann wird ein Verein nicht mehr dabei sein. Der VfLSeesen, der eigentlich sein Punktspiel gegen den FCRot-Weiß Rhüden II auszutragen hatte, hat seine 1. Mannschaft aktuell aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. Zwar gibt es noch eine Ü40-Seniorenmannschaft im VfL, aber die ruhmreichen Zeiten, als der Club von der Kurparkstraßedie Sehusastadt weit über die Grenzen hinaus bekannt machte, sind endgültig vorbei. Der Verein war in den vergangenen Jahren ohnehin in den Niederrungen der 2. und 3. Kreisklasse verschwunden. Ein Versuch, den Traditonsverein aus Seesen noch einmal in Schwung zu bringen, ist nunmehr endgültig gescheitert. Viele Fußballer werden sich mit Wehmut an glanzvolle VfL-Zeiten zurückerinnern.
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Flagge zeigen: Wer heute amRathaus inSeesen vorbeifährt, könnte sich wundern, welche Bedeutung die bunte Flagge haben könnte, die dort weht. Die Stadt Seesen hisst wie weitere 1214 Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland am 10. März traditionell auf ihren Rathäusern, öffentlichen Gebäuden und ihren Internetseiten die Flagge Tibets. Sie bekräftigen damit im Namen von Tausenden von Bürgern das Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung und protestieren gegen die Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung der tibetischen Kultur, Religion und nationalen Identität. Aufgerufen zu dieser Aktion hat zum 17. Mal in Folge die Tibet Initiative Deutschland. In Seesen macht sich seit Jahren Jochen Wadsack für die Aktion stark.