Die Buschtrommel: Staubiges Vergnügen...

Staubwischen gehörte in dieser Woche zum Geschäft. (Foto: Strache)

Die Beobachter-Kolumne zum Wochenende

Waren die vergangenen Tage nicht herrlich? Endlich hat die Sonne mal ihre Muskeln spielen lassen und dafür gesorgt, dass ich der stickigen Redaktion nach Feierabend für ein paar Stunden entfliehen konnte. So machte ich mich auf den Weg in die Innenstadt, um nach der Jagd auf einige Schnäppchen im Sommerschlussverkauf in einem der Straßencafés zu entspannen. Bei einem Kaffee und einem leckeren Stück Erdbeertorte durfte ich dann beobachten, wie sich langsam eine Wolke aus Baustaub in der Einkaufsstraße ausbreitete, und die Feinstaubpartikel im Rhythmus der Presslufthämmer auf meinem Latte Macchiato fröhlich auf- und abhüpften. Am Donnerstag schlenderte ich dann über den Wochenmarkt und freute mich, wenn ich unter der Staubschicht ein paar frische Tomaten oder Gurken für das Abendessen entdeckte. Die Abrissarbeiter beim ehemaligen Kaufhaus Meinecke grüßte ich auf meinem Heimweg noch freundlich lächelnd durch die vom Staub verklebten Gläser meiner Sonnebrille und genoss, dass diese mit ihren kleinen fisseligen Rasensprengern für eine angenehme Erfrischung sorgten. Und auch die Betreiber des Cafès Kiene oder des Café-Restaurants „La Dolce Vita“ hatten große Mühe, ihre Freude über die großen Baustaubmengen zu verbergen. Bot ihnen dieser feinperlige Niederschlag doch endlich mal die Möglichkeit, ihre Tische und Stühle von Grund auf zu reinigen. Nächste Woche soll es dann ja wieder regnen. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle nochmal ganz herzlich für diese staubige Sommerwoche in der Innenstadt bedanken.
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Freibier für alle! Das dachte sich wohl auch der 36-jährige Fahrer eines Sattelschleppers als er am Dienstag gegen 7.05 Uhr auf der B6 zwischen den Auf- und Abfahrten Wernigerode und Heimburg unterwegs war. Bei seiner Fahrt kam er aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und kippte mit seinem Lkw um. Die Ladung, etwa 25 Tonnen feinstes Premium-Pils, verteilten sich auf der gesamten Fahrbahn. Eine 42-jährige Pkw-Fahrerin bemerkte den umgestürzten Sattelzug leider zu spät und fuhr gegen den Anhänger. Beide Fahrer verletzten sich leicht. Der Sachschaden – inklusive Bier – wird auf etwa 60.000 Euro geschätzt. Intakte Flaschen wurden übrigens nicht verteilt.