Die große Schlacht bei Lutter am Barenberge

Wann? 24.11.2016 19:00 Uhr

Wo? Bürgerhaus, Jacobsonplatz, 38723 Seesen DE
Die Heere des Grafen Tilly, der die katholischen Kaiserlichen anführte und die vom Dänenkönig Christian IV., der für die Protestanten zu Felde zog, trafen bei der großen Schlacht 1626 in Lutter aufeinander.
Seesen: Bürgerhaus |

Spannender Geschichtsvortrag am 24. November beim Harzklub-Zweigverein Seesen

Am Donnerstag, 24. November, beendet der Harzklub-Zweigverein Seesen seine diesjährige Vortragsreihe.

Im zweiten Obergeschoss im Bürgerhaus, beginnt um 19 Uhr in den Harzklub-Räumen der Hahndorfer Ernst-Dieter Habel mit seiner Dokumentation über die Schlacht bei Lutter am Barenberge. Der Vortragende ist ein anerkannt guter Kenner der Geschehnisse vom Dreißigjährigen Krieg und hier insbesondere von dem Aufeinandertreffen der Heere des Grafen Tilly, der die katholischen Kaiserlichen anführte und die vom Dänenkönig Christian IV., der für die Protestanten zu Felde zog.
Auf den ersten Blick gilt das Interesse natürlich dem eigentlichen Schlachtgeschehen, was hauptsächlich zwischen Hahausen und Nauen am 27. August 1626 stattfand. Wie es zu der entscheidenden Niederlage des Dänenkönigs kam, welche der Kaiserlichen Liga den Weg bis nach Jütland hoch im Norden öffnete, wird Habel der interessierten Zuhörerschaft sicherlich genau zu erklären wissen.
Viele Seesener werden es kaum wissen, dass diese Schlacht auch eine Menge Seesener Lokalkolorit hat. Eigentlich sah es für einige Zeit so aus, als sollten die beiden Heere zwischen Seesen und Herrhausen aufeinandertreffen. Was dann Christian IV. aber bewog, etwa zehn Kilometer weiter in nordöstlicher Richtung auszuweichen, darüber wird Ernst-Dieter Habel sicherlich kräftig recherchiert haben. Er weiß auch zu berichten, dass der Dänenkönig sein ursprüngliches Hauptquartier in Seesen schon bezogen hatte, bevor es ihn in Richtung nach Lutter weiterzog. Da die Heere der damaligen Zeit meistenteils aus Söldnern bestanden, deren Lohn sie auch aus Plünderungen bezogen, muss das Jahr 1626 für Seesen ein sehr schwieriges gewesen sein.
Was die Dänen nicht mitgenommen hatten, das werden Tillys Truppen im damals protestantischen Seesen sicher nicht liegen gelassen haben. Ernst-Dieter Habel vermutet auch, dass unsere Stadt am meisten von allen gelitten haben wird. Der Unkostenbeitrag beträgt wie immer zwei Euro. Für Jugendliche ist der Eintritt frei.