„Die Kirchberger helfen sich lieber selbst!“

SPD-Bürgerforum mit Hanna Kopischke im Dorfgemeinschaftshaus / Zustand der Dorfstraßen diskutiert

„Kirchberger helfen sich lieber selbst, ehe sie andere um Hilfe bitten“. Das war die zentrale Aussage von Ortsbürgermeister Rudi Wuttke auf dem außergewöhnlich gut besuchten SPD-Bürgerforum im Dorfgemeinschaftshaus in Kirchberg.
Kirchberg (bo). Zuvor jedoch hatte die SPD-Bürgermeisterkandidatin Hanna Kopischke sich selbst und die Eckpunkte ihres Wahlprogramms vorgestellt. Sie wolle als Bürgermeisterin gestalten und das Amt nicht nur verwalten, so überschreibt die zweifache Mutter ihr von der Mitgliederversammlung der Seesener SPD beschlossenes Eckpunkteprogramm.
Nach dem Studium der Betriebswirtschaft in Göttingen und beruflichen Zwischenstationen in Goslar, Braunschweig und Salzgitter sei sie 2001 Leiterin der Berufsbildenden Schulen Bad Harzburg/Clausthal-Zellerfeld in Bad Harzburg geworden und aus diesem Grund nach Bad Harzburg gezogen.
„Eine Schulleiterin gehört vor Ort, genau wie eine Bürgermeisterin“ so Hanna Kopischke. Die Verbindungen zu den Freunden und Bekannten seien, nach 30-jährigem Leben-Wohnen-Arbeiten und Engagement in und für Seesen, nie abgerissen und so freue sie sich schon jetzt darauf , wieder nach Seesen zu ziehen.
Die bisherigen Bürgerforen in den Stadtteilen Mechtshausen, Engelade, Herrhausen und Rhüden hätten sie darin bestärkt, dass ihr Grundprinzip richtig sei, die Bürger bei allen Entscheidungen mit einzubinden und ihnen Gelegenheit zu geben, sich umfassend zu informieren. Deshalb wolle sie auch hier in Kirchberg die Anregungen und die Kritik zur Kommunalpolitik gern aufnehmen, um sie in ihrer weiteren Arbeit zu berücksichtigen.
Als besonders wichtig stufte die studierte Betriebswirtschaftlerin drei Bereiche ein. Und zwar „Wirtschaft und Arbeit“, „Bildung und Ausbildung“ sowie die „Unterstützung und den Ausbau des Ehrenamtes“.
Ortsbürgermeister Rudi Wuttke gab einen Situationsbericht zur Lage in Kirchberg ab. Wichtig sei, dass man an der Sache orientiert sei. Ohne parteipolitische Agitation habe man fast alles was für Kirchberg erreicht wurde gemeinsam erreicht. Kirchberg löse seine Probleme so weit wie möglich durch ein intaktes Gemeinschaftsleben. Eigenleistungen würden groß geschrieben. Beispiele dafür seien das Jubiläum zum 800-jährigen Bestehen, das mit einem Überschuss abgeschlossen werden konnte und der Umwelttag.
Weitere Themen, die auch in der Aussprache eine Rolle spielten, waren der Rad- und Gehweg zwischen Kirchberg und Münchehof mit Anbindung ans Radwegenetz. Bei den Umbauarbeiten aus Brandschutzgründen am Dorfgemeinschaftshaus und Mehrzweckhalle wurde Augenmaß eingefordert, Sicherheitsauflagen dürften nicht so weit in den Vordergrund gestellt werden, dass das dörfliche Leben gelähmt werde. Angemahnt wurde eine Verbesserung der Toiletten- Dusch- und Umkleidesituation.
Weitere Themen waren an diesem Abend der Zustand der Straßen die von der „Alten Dorfstraße“ abgehen, die als marode bezeichnet wurden, der Fußweg auf der oberen „Alten Dorfstraße“, die Straßen „Mardale“ und „Krugkamp“ sowie die Vorhaltung von städtischen Bauplätzen.