Die Maisernte kann jetzt beginnen

Nach Daten des Landesbetriebes für Statistik wachsen in Niedersachsen aktuell auf 622.647 Hektar Mais.

Löwenanteil wird als Silomais genutzt / Milder Spätsommer sorgt für eine gute Abreife

Das Getreide hat sich in diesem Jahr schwer getan, dem Mais dagegen ist die Witterung bestens bekommen. Zum Vegetationsstart hat er die Niederschläge optimal ausnutzen können und üppige Bestände entwickelt. Jetzt sorgt das milde Spätsommerwetter für eine gute Abreife. Nach Umfragen des Landvolk-Pressedienstes planen die Landwirte bereits den Start der Silomaisernte. Der Termin variiert je nach Sortenwahl und Standort, die richtige Entscheidung für den optimalen Erntetermin erleichtern den Landwirten die sogenannten Reifeprüfungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Zum weitaus überwiegenden Teil wird der Silomais als Futter für das Vieh genutzt, daneben wird er auch als Substrat zur Biogasgewinnung verwendet.
Nach Daten des Landesbetriebes für Statistik wachsen in Niedersachsen aktuell auf 622.647 Hektar Mais. Der Löwenanteil mit 517.128 Hektar wird als Silomais genutzt und die gesamte Pflanze gehäckselt und einsiliert. Diese Fläche ist nur unwesentlich größer als mit 515.256 Hektar im Jahr zuvor. 105.519 Hektar weisen die Agrarstatistiker als Körnermais aus, hier ist der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr mit 92.480 Hektar etwas größer und lässt sich sicherlich auf die Frostschäden beim Wintergetreide zurückführen. Der Körnermais soll das Getreide als Futter ersetzen.
Mais kann als sogenannte C4-Pflanze hohe Photosyntheseleistungen erbringen. Auch bei Wassermangel beeindrucken Pflanzen wie Mais oder Hirse aufgrund der hohen Energieanreicherung im Photosynthesezyklus.
Mit Blick auf den Klimawandel kommt dem Mais daher eine besondere Bedeutung zu. Kritiker eines zu hohen Maisanbaus stören sich an der vermeintlichen Intensität des Maisanbaus, tatsächlich dagegen benötigt die aus Südamerika bei uns eingebürgerte Pflanze fast keine Pflanzenschutzmittel.