Die meisten machten es wie Königin Elisabeth II.

Rund 50 Mitglieder und Freunde folgten der Einladung des Partnerschaftsvereins zum „Tea at the museum“. (Foto: Poerschke)

„Tea at the museum“: Rund 50 Gäste folgten der Einladung des Städtepartnerschaftsvereins Seesen – Wantage

Seesen (poe). Die Antwort auf die Frage spaltet seit jeher schon das Königreich; trennt Briten von Briten, Freunde von Freunden, Nachbarn von Nachbarn. Der natürlich nicht ernst zu nehmende Streit entzündet sich dabei jeden Tag aufs Neue. Und das stets in den nachmittäglichen Stunden; genauer gesagt beim „Five O’Clock Tea“. Soll nun zuerst der Tee und dann die Milch eingegossen werden, oder vielleicht doch zunächst die Milch und dann der Tee? Seit Generationen schon scheiden sich da die Geister; gibt es die so genannten Milk-in-first (zunächst die Milch)-Anhänger und die Tea-in-first (erst der Tee)-Befürworter.
Zu Letzteren zählt übrigens nach einer Verlautbarung aus dem Buckingham-Palace auch Königin Elisabeth II.
Die knapp 50 Gäste dagegen, die am vergangenen Mittwoch in die Räume des Städtischen Museums geeilt waren, um dort – auf Einladung des Städtepartnerschaftsvereins Seesen-Wantage und zum nunmehr zweiten Mal in Folge – dem ungetrübten Tee- und Scones-Genuss zu frönen, zeigten sich davon völlig unbeeindruckt. Wenngleich es schon den Anschein hatte, als würden die Seesener doch eher zu den „Tea-in-first“ zählen.
Begrüßt von der 1. Vorsitzenden, Renate Pilarski, die zu leicht fortgeschrittener Stunde auch den Ehrenvorsitzenden des Partnerschaftsvereins, Dr. Volker Thorwirth, willkommen heißen konnte, ließ man sich den eigens aus der Partnerstadt Wantage „importierten“ Tee ebenso schmecken wie die von eifrigen Mitgliedern gebackenen Scones, zu denen clotted cream und Konfitüre kredenzt wurden; plauderte angeregt mit dem Tisch-Nachbarn, oder nahm die Gelegenheit wahr, sich die Ausstellung „Wasser – Element des Lebens in Südniedersachsen“ anzuschauen.
Sicher ist: Die gegenüber der ersten Veranstaltung unter dem Motto „Tea at the museum“ recht deutlich gestiegene Zahl an Gästen machte deutlich, dass der Städtepartnerschaftsverein mit diesem Programm-Angebot auf dem richtigen Weg ist.
Und diesen Weg werde man, wie Renate Pilarski unterstrich, auch konsequent weiter gehen wollen.