Die Resonanz übertrifft alle Erwartungen

Aufgrund der vielen fleißigen Spender musste die Annahme verkürzt werden. (Foto: Poerschke)
 
Zweimal ist die Annahmestelle noch geöffnet (am heutigen Mitwoch und am 4. April) – dann ist Schluss. Die nächste Sammelaktion für Rauna soll dann bereits im Herbst folgen. (Foto: Poerschke)
Seesen (poe). Eigentlich sollte es nicht mehr als eine erste Zwischenbilanz sein, die der Vorsitzende der „Kirchlichen Lettlandhilfe“, Pastor i.R.Kurt Hoppe, am vergangenen Mittwoch zog. Doch aus der Zwischenbilanz wurde bereits eine Halbzeitbilanz. Und das nicht von ungefähr. „Die Spendenbereitschaft der Menschen aus dem Raum Seesen hat schon jetzt unserer kühnsten Erwartungen übertroffen“, stellte er nämlich fest, und verständigte sich vor diesem Hintergrund denn auch mit den Mitgliedern, die an diesem Mittwoch im Einsatz waren, darauf, die diesjährige Sammelaktion zugunsten der Seesener Partnergemeinde Rauna entgegen der ursprünglichen Planung noch vor den anstehenden Osterfeiertagen beenden zu wollen.
„Auf der einen Seite sind wir überaus dankbar dafür, dass sich die Bürgerinnen und Bürger allein an den ersten beiden Mittwoch-Nachmittagen, an denen die Annahmestelle jeweils für einen Zeitraum von zwei Stunden geöffnet war, mit einem so großen Engagement in die neuerliche Sammelaktion eingebracht haben; auf der anderen Seite bitten wir um Verständnis dafür, wenn wir diese Planung nunmehr ein wenig modifizieren müssen“.
Denn schon jetzt zeichnet sich ab, dass das Ergebnis der aktuellen Sammelaktion dem des vergangenen Herbstes in nichts nachstehen dürfte. Um zu vermeiden, dass – vermutlich Mitte bis Ende April – nicht alle Spenden auf den Weg in die lettische Partnergemeinde gebracht werden können, sondern ein Teil davon dann möglicherweise bis zum Spätherbst zwischengelagert werden muss, soll die Zahl der noch verbleibenden Annahmetage von drei auf zwei reduziert werden. Und das bedeutet, dass die Bekleidungs- und Hausratsspenden nur noch am heutigen Mittwoch, 28. März, sowie am Mittwoch, 4. April, entgegen genommen werden – auch dann wieder zwischen 15 Uhr und 17 Uhr in der ehemaligen Teigwarenfabrik im Verlauf der „Bismarckstraße“, Ortsausgang Seesen in Richtung Herrhausen.
Wie Kurt Hoppe bei dieser Gelegenheit erinnerte, würden dieses Mal ausschließlich Wolldecken, Tischdecken, Bettwäsche, Steppdecken aus Schafwolle, Sommerbekleidung (vor allem für Kinder), Gardinen und Stoffe sowie Handtücher und Waschlappen gesammelt; darüber hinaus elektrische Kleingeräte wie Mixer, Kaffeemaschinen, Bügeleisen, Toaster und Tauchsieder. „Auf dem Wunschzettel", so ergänzte er, „steht ferner das breite Spektrum an Haushaltswaren bis hin zu Bestecken, Töpfen, Pfannen und Blechen zum Kochen und Backen".
Man würde sich, wie es abschließend hieß, darüber hinaus über funktionierende
Radiogeräte, Brettspiele und Kinderspielzeug freuen.
Sicher ist: Mudrite Sika und die Damen des kleinen Ladens „Menschen für Menschen“ freuen sich schon auf die Ankunft des nächsten Hilfstransportes. Denn die Nachfrage insbesondere nach Haushaltswaren und Haushaltsgeräten, so wusste die erst unlängst im Amt bestätigte Vorsitzende der „Stiftung der evangelisch-lutherischen Gemeinde Rauna – Diakonisches Zentrum“,
Anita Lubuze, zu berichten, sei in den vergangenen Tagen noch einmal kräftig gestiegen. „Es ist, als würden der vergleichsweise milde Winter und die derzeit fast frühlingshaften Temperaturen die Menschen in Rauna beflügeln, ihren Alltag und ihr Leben – wenngleich sehr oft nur schrittweise – zum Besseren hin zu verändern“. Und das, so merkte sie an, sei vor allem durch die Spendenbereitschaft der Menschen aus dem Raum Seesen sowie der „Kirchlichen Lettlandhilfe“ möglich.
Während Renate Hoppe die „Halbzeitbilanz“ zum Anlass nahm, die zum überwiegenden Teil „gute bis sehr gute Qualität der Spenden“ zu loben, und dafür ebenfalls Dank zu sagen, appellierte Kurt Hoppe noch einmal an die Bürgerinnen und Bürger, für die Entscheidung hinsichtlich der Dauer der Sammelaktion Verständnis zu haben. Und daran zu denken, dass im kommenden Herbst mit einem weiteren Hilfstransport gerechnet werden kann; Kurt Hoppe: „Darüber hinaus ist die Annahmestelle bis Ostern immerhin noch zwei Mal geöffnet“.